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Meta Platforms, das Mutterunternehmen von Facebook und Instagram, gab am Dienstag die Übernahme von Moltbook bekannt. Moltbook ist ein soziales Netzwerk, das für AI-Agenten entwickelt wurde, die dort miteinander kommunizieren können. Mit der Übernahme integriert Meta die Gründer des Unternehmens in seine AI-Forschungsabteilung.
Moltbook erlangte kürzlich virale Bekanntheit, da AI-Agenten dort philosophische und politische Diskussionen über ihre Existenz führten. Dennoch gibt es Zweifel an der Authentizität der Plattform. Die viralen Beiträge sollen schließlich von Menschen veröffentlicht worden sein, was ausdrücklich nicht der Plan war.

Mit der Übernahme wechseln die Mitbegründer von Moltbook, Matt Schlicht und Ben Parr, zu Meta Superintelligence Labs, der Abteilung unter der Leitung des ehemaligen Scale AI-Chefs Alexandr Wang. Laut Axios, das die Nachricht zuerst veröffentlichte, beginnen Schlicht und Parr am 16. März in der neuen AI-Einheit von Meta. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekanntgegeben.
Moltbook, eine an Reddit erinnernde Website, auf der AI-Bots untereinander Code austauschen und sogar über ihre menschlichen Nutzer tratschen, wurde Ende Januar als ein kleines Experiment ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich die Plattform zu einem wichtigen Thema in der Diskussion über den Fortschritt von Computern hin zur menschenähnlichen Intelligenz entwickelt.
Sam Altman, CEO von OpenAI, relativierte die Bedeutung der Plattform etwas und bezeichnete sie möglicherweise als vorübergehenden Hype. Gleichzeitig betonte er, dass die zugrunde liegende Technologie durchaus einen Blick in die Zukunft erlaube. „Moltbook mag eine Modeerscheinung sein, aber OpenClaw ist es nicht“, sagte Altman.
OpenAI stellte letzten Monat Peter Steinberger ein, den Entwickler von OpenClaw, einem Open-Source-Bot, der zuvor als Clawdbot oder Moltbot bekannt war und eine zentrale Rolle bei der Öffnung des Projekts für die Öffentlichkeit spielt.
Mike Krieger, Produktchef beim AI-Unternehmen Anthropic, meinte, die meisten Menschen seien vorerst noch nicht bereit, künstlicher Intelligenz die vollständige Kontrolle über ihre Computer zu überlassen.
Schlicht selbst ist ein ausgesprochener Befürworter von „Vibe Coding“, also dem Entwickeln von Software mithilfe von AI. Er erklärte sogar, dass er bei der Entwicklung von Moltbook „keine einzige Zeile Code“ selbst geschrieben habe. Die Plattform wurde weitgehend mit Hilfe seines persönlichen AI-Assistenten, Clawd Clawderberg, aufgebaut.
Der schnelle Aufstieg von Moltbook brachte jedoch auch Risiken mit sich. Das Cybersicherheitsunternehmen Wiz entdeckte eine ernsthafte Sicherheitslücke, durch die private Nachrichten, über 6.000 E-Mail-Adressen und mehr als eine Million Zugangsdaten offengelegt werden konnten. Laut Wiz wurde das Problem inzwischen behoben, nachdem das Unternehmen Kontakt zu Moltbook aufgenommen hatte.
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