Meta Platforms stellt die VR-Version von Horizon Worlds ein, das Metaverse-Plattform, das eine zentrale Rolle in der Zukunftsvision des Unternehmens spielte. Ab dem 15. Juni wird der Zugang über Meta Quest-Headsets eingestellt, und Nutzer können keine VR-Welten mehr erstellen oder veröffentlichen. Die Metaverse-Division Reality Labs hat seit 2020 fast 80 Milliarden Dollar Verlust gemacht.
Horizon Worlds in VR endet am 15. Juni
Horizon Worlds wurde Ende 2021 als soziales VR-Plattform gestartet, auf dem Nutzer digitale Welten und Spiele erstellen und über Avatare miteinander kommunizieren konnten. Das Projekt war das Aushängeschild von Metas Metaverse-Ambitionen, dass Menschen sich in virtuellen Umgebungen treffen, arbeiten, spielen und sozial interagieren würden.
Diese Ambitionen erwiesen sich als zu hoch gesteckt. Das Interesse an VR blieb hinter den Erwartungen zurück, während Plattformen wie Fortnite und Roblox stark wuchsen. Der Unterschied: Diese Plattformen sind auf Smartphones, PCs und Konsolen verfügbar. Diese breitere Zugänglichkeit zieht täglich Millionen Nutzer an und macht teure VR-Headsets weniger relevant.
Meta setzt auf Mobilgeräte und KI
Meta reagierte darauf, indem das Unternehmen seit 2025 mit einer mobilen Version von Horizon Worlds experimentierte. Nun kommt es zu dem Schluss, dass Mobilgeräte besser zum tatsächlichen Nutzungsverhalten digitaler Plattformen passen.
Der finanzielle Druck spielt dabei eine ebenso große Rolle. Allein im vierten Quartal 2025 verzeichnete Reality Labs einen Verlust von 6 Milliarden Dollar. Seit 2020 summieren sich die Verluste auf fast 80 Milliarden Dollar. Im Januar fielen rund 1.000 Arbeitsplätze in der Division weg, und mehrere VR-Projekte wurden eingestellt.
Metas Fokus verschiebt sich hin zu künstlicher Intelligenz und Augmented Reality. Berichten zufolge erwägt das Unternehmen größere Entlassungswellen, um Investitionen in KI-Infrastruktur und neue Hardware zu finanzieren, wobei Meta diese Berichte bisher als spekulativ bezeichnet.
Auch Krypto-Metaverse verliert an Anziehungskraft
Die nachlassende Aufmerksamkeit für das Metaverse zeigt sich nicht nur bei Meta. Auch in der Kryptobranche ist der Hype um digitale Welten deutlich abgeflaut. Projekte wie Axie Infinity, The Sandbox und Decentraland haben seit ihrem Höhepunkt 2021 bis zu 99 Prozent ihres Wertes verloren.
Der Kurswechsel von Meta fügt sich in einen breiteren Trend in der Techbranche ein. Unternehmen verlagern ihren Fokus von experimentellen virtuellen Welten hin zu skalierbaren und profitableren Technologien wie KI und mobilen Anwendungen. Für das Metaverse, wie es vor einigen Jahren vorgestellt wurde, scheint vorerst keine Massenadoption in Sicht zu sein.
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