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Meta hat sein neues KI-Modell Muse Spark 1.1 für Entwickler freigegeben. Damit verschärft der Technologiekonzern den Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic, die den Markt für leistungsfähige KI-Modelle derzeit prägen. Entwickler in den USA können die Software ab sofort über eine öffentliche Preview der neuen Meta Model API testen.
Nach Angaben von Meta ist Muse Spark 1.1 das bislang leistungsfähigste KI-Modell des Unternehmens für Programmieraufgaben und sogenannte KI-Agenten. Das Modell kann Code schreiben und optimieren, komplexe Programmierfehler aufspüren und eigenständig Software sowie externe Werkzeuge nutzen.
Darüber hinaus unterstützt das Modell Texte, Bilder, Videos und Dokumente. Es kann außerdem mehrere Aufgaben nacheinander ausführen, ohne dass Menschen ständig eingreifen müssen. Nach Einschätzung von KI-Chef Alexandr Wang sind genau diese Fähigkeiten entscheidend für die nächste Generation von KI-Systemen, die zunehmend autonom arbeiten.
Muse Spark wurde erstmals im April vorgestellt, war damals aber nur für eine begrenzte Zahl von Partnern in einer geschlossenen Testumgebung verfügbar. Mit der öffentlichen Preview öffnet Meta das Modell nun für eine deutlich größere Gruppe von Entwicklern.
Gleichzeitig führt Meta ein neues Erlösmodell für seine KI-Technologie ein. Entwickler erhalten bei der Anmeldung ein kostenloses Guthaben von 20 Dollar, um Muse Spark 1.1 zu testen. Danach zahlen sie abhängig von der Nutzung des Modells.
Meta berechnet 1,25 Dollar pro Million Eingabe-Token und 4,25 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Damit liegt der Preis über den günstigsten Modellen von OpenAI und Anthropic, aber unter den teureren KI-Lösungen für komplexe Anwendungen.
Die API ist vorerst nur über Metas eigene Entwicklerplattform verfügbar. Über externe KI-Plattformen stellt das Unternehmen die Software bislang nicht bereit.
Die Einführung passt zu Metas breiterer Strategie, im stark wachsenden KI-Markt eine größere Rolle zu spielen. Bereits Anfang der Woche hatte das Unternehmen mit Muse Image ein neues Modell zur Bilderzeugung vorgestellt.
CEO Mark Zuckerberg steht unter Druck, die Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz in profitable Produkte umzuwandeln. Während Meta jahrelang vor allem auf Open-Source-KI-Modelle wie Llama setzte, rückt der Konzern inzwischen deutlich stärker kommerzielle Modelle in den Mittelpunkt, für deren Nutzung Entwickler zahlen müssen.
Wang zufolge hält Meta dennoch an Open Source fest. Er bestätigte, dass sich auch eine Open-Source-Variante von Muse Spark in Entwicklung befindet, nannte aber noch keinen Zeitplan für die Veröffentlichung.
Muse Spark 1.1 ist ab heute im Thinking-Modus der Meta-AI-App und auf der Website von Meta AI verfügbar. Das Modell dürfte schrittweise auch die bestehenden Llama-Modelle ersetzen, die derzeit die KI-Funktionen in WhatsApp, Instagram, Facebook und Metas Smart Glasses antreiben.
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