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Meta hat eingeräumt, dass die Entwicklung von KI-Agenten langsamer vorankommt als erwartet. Bei einer internen Versammlung sagte Konzernchef Mark Zuckerberg, die groß angelegte Neuordnung des Unternehmens liefere bislang noch nicht die erhofften Ergebnisse. Die Investitionen müssten sich nach seiner Einschätzung erst in den kommenden Monaten spürbar auszahlen.
Die Äußerungen folgen wenige Monate, nachdem Meta rund zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft entlassen und Tausende Mitarbeiter in KI-Teams versetzt hatte. Die Neuordnung sollte das Unternehmen schneller von der Entwicklung künstlicher Intelligenz profitieren lassen. Nach Zuckerbergs Einschätzung hat sich diese Erwartung bislang nicht erfüllt.
Bei der internen Versammlung blickte Zuckerberg auf die tiefgreifenden Veränderungen zurück, die Anfang des Jahres angekündigt worden waren. Reuters lag eine Tonaufnahme der Sitzung vor.
Demnach verlief die Neuordnung weniger reibungslos als erhofft. Zudem sei überschätzt worden, wie schnell sich KI-Agenten entwickeln würden. „Rückblickend hat sich die Entwicklung von KI-Agenten in den vergangenen vier Monaten nicht so beschleunigt, wie wir es erwartet hatten“, sagte Zuckerberg. Auch die neue Organisationsstruktur habe „noch nicht die Ergebnisse gebracht, mit denen gerechnet wurde“.
KI-Agenten sind Systeme, die selbstständig Aufgaben im Auftrag von Nutzern erledigen können. In der Technologiebranche gelten sie als eine der wichtigsten Anwendungen künstlicher Intelligenz.
Laut Zuckerberg waren die Erwartungen zu Jahresbeginn besonders hoch. Innerhalb von Meta habe die Sorge bestanden, das Unternehmen könne zurückfallen, wenn es nicht schnell genug auf die KI-Entwicklung reagiere. Dabei verwies er unter anderem auf den raschen Aufstieg von Werkzeugen wie Claude Code des KI-Unternehmens Anthropic.
Um einen solchen Rückstand zu vermeiden, dürfte Meta in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Damit zählt der Konzern weltweit zu den größten Investoren in künstliche Intelligenz.
Gleichzeitig arbeitet Meta weiter an neuen Anwendungen für seine KI-Infrastruktur. Mit Meta Compute will das Unternehmen KI-Rechenleistung und KI-Modelle an externe Kunden vermieten. Damit tritt Meta in Konkurrenz zu Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google.
Die hohen Investitionen haben in den vergangenen Monaten bei Anlegern Fragen zur erwarteten Rendite aufgeworfen. Mit Meta Compute versucht der Konzern, die kostspielige KI-Infrastruktur auch kommerziell zu nutzen, indem er anderen Unternehmen Rechenleistung und KI-Modelle anbietet.
Zuckerberg bleibt dennoch optimistisch. Er erwartet, dass Meta innerhalb von drei bis sechs Monaten deutlich stärker von den Milliardeninvestitionen in KI profitieren wird.
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