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Ein auf den ersten Blick harmloses Spiel auf Steam entpuppte sich als Träger von Malware, die versucht, Kryptowährungen von Spielern zu stehlen. Das Spiel, das ursprünglich unter dem Namen Rodent Race bekannt war, wurde plötzlich in das Horrorspiel Beyond The Dark umbenannt. Valve hat den Titel inzwischen von Steam entfernt.
Der Fall kam ans Licht, nachdem mehrere Spieler Verdacht geschöpft hatten. Der YouTuber Eric Parker entschied sich, die kostenlose Spiel zu untersuchen. Er installierte es in einer speziellen gesicherten Testumgebung, um die Warnungen sicher zu überprüfen.
Seine Untersuchung ergab, dass das Spiel tatsächlich schädliche Software enthielt. Laut Parker versuchte das Programm, Daten von Krypto-Wallets zu stehlen, die auf dem Computer oder im Browser der Nutzer gespeichert waren. Dadurch hätten Cyberkriminelle möglicherweise Zugriff auf Kryptowährungen der Opfer erlangen können.
Daten von SteamDB zeigen, dass Beyond The Dark zuvor unter dem Namen Rodent Race auf Steam verfügbar war. Anfang Mai wurden fast alle Informationen des Spiels geändert, darunter der Name, Bilder und die Beschreibung.
Der Publisher hinter dem Spiel, hyperg8, hat kaum eine Online-Präsenz, was es erschwert, die Verantwortlichen zu identifizieren. Noch ist unklar, ob der ursprüngliche Entwickler Opfer eines Hacks wurde oder ob die Malware bewusst über das Spiel verbreitet wurde.
Im Internet sind kaum noch Bilder der ursprünglichen Version von Rodent Race zu finden. Zudem existieren einige Social-Media-Konten, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, jedoch ist ein direkter Zusammenhang mit der Malware nicht bewiesen.
Auf Steam erhielt das Spiel zwischen dem 7. und 18. Mai auffällig viele positive Rezensionen. Kurz darauf meldeten Nutzer Verdachtsfälle einer Malware-Infektion, woraufhin die Bewertung des Spiels schnell auf „Gemischt“ absank.
Kurze Zeit später griff Valve ein und entfernte Beyond The Dark vollständig von Steam.
Der Vorfall wirft erneut Bedenken über die Sicherheit von Spielen auf digitalen Plattformen auf. Steam ist eigentlich als relativ sichere Plattform für PC-Gamer bekannt, aber dieser Vorfall zeigt, dass schädliche Software manchmal doch die Kontrollen umgehen kann.
Experten raten Gamern daher zur Vorsicht bei unbekannten kostenlosen Spielen, besonders wenn ein Titel plötzlich seinen Namen ändert oder in kurzer Zeit viele verdächtige Rezensionen erhält. Nutzer, die Kryptowährungen besitzen, sind besonders gefährdet, wenn Malware versucht, Zugang zu digitalen Wallets zu erhalten.
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