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Die sieben größten Tech-Unternehmen der USA verzeichnen in diesem Jahr allesamt Verluste. Damit scheint eine Ära zu Ende zu gehen, in der diese Firmen die Aktienmärkte mühelos beherrschten. Was steckt hinter diesem plötzlichen Umschwung? Und warum verlieren gerade diese Marktführer an Boden?
Die sogenannten „Magnificent Seven“, bestehend aus Microsoft, Tesla, Meta, Amazon, Apple, Alphabet und Nvidia, haben seit Jahresbeginn zusammen rund 2,1 Billionen Dollar an Börsenwert eingebüßt.
Der Anleger Charlie Bilello fasst es auf X knapp zusammen: „Alle sieben Mitglieder der Magnificent Seven stehen in diesem Jahr im Minus und schneiden schlechter ab als der durchschnittliche Titel im S&P 500.“
Es handelt sich um eine gewaltige Summe, die sogar größer ist als der Gesamtwert fast aller anderen Unternehmen im S&P 500-Index. Insgesamt gibt es 495 Unternehmen, die zusammen weniger wert sind als nur der Verlust dieser sieben Tech-Giganten.
Microsoft trifft es am härtesten. Die Aktie notiert rund 23 Prozent tiefer, was einem Verlust von etwa 835 Milliarden Dollar entspricht. Anleger sorgen sich um die Erträge aus KI und die zunehmende Konkurrenz.
Tesla folgt mit einem Rückgang von rund 19 Prozent. Die Wachstumsprognosen sind positiv, dennoch zeigen Anleger weniger Vertrauen.
Diese Verluste folgen auf ein Jahr, in dem die Unternehmen außergewöhnliche Leistungen zeigten. So erreichte Nvidia 2025 einen historischen Meilenstein, als es als erstes Unternehmen kurzzeitig die 5-Billionen-Dollar-Marke überschritt. Inzwischen ist der Wert wieder auf weniger als 4,25 Billionen Dollar gefallen.
Der Rückgang dieser Tech-Unternehmen scheint ein klares Signal dafür zu sein, dass der Hype um künstliche Intelligenz abkühlt. Ausgerechnet die Unternehmen, die diese Technologie groß gemacht haben, stehen nun unter Druck.
Nvidia spielt beispielsweise eine Schlüsselrolle in der Infrastruktur mit Chips, die zum Trainieren von KI-Modellen benötigt werden. Microsoft investiert Milliarden in OpenAI, während Meta und Alphabet ihre eigenen Modelle entwickeln, wie Google Gemini.
Gleichzeitig wächst die Kritik an der Finanzierung dieser KI-Welle. Im Februar gaben vier große Tech-Unternehmen an, zusammen etwa 650 Milliarden Dollar in KI und Rechenzentren investieren zu wollen. Dies ist ein historischer Betrag und entfacht eine Art Wettrüsten, bei dem kein Unternehmen zurückbleiben will.
Anleger fragen sich zunehmend, ob sich diese Investitionen schnell genug auszahlen.
Hinzu kommen steigende Energiekosten. Geopolitische Spannungen, wie der Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel, treiben die Ölpreise deutlich in die Höhe. Das macht den Betrieb von Rechenzentren, die für KI unerlässlich sind, nur noch teurer.
Zugleich steigen Energieaktien kräftig. So legte die Aktie von Shell im vergangenen Monat um 12,75 Prozent zu, während ExxonMobil im gleichen Zeitraum mehr als 8 Prozent Gewinn verzeichnete.
Die Intel-Aktie bricht nach einem enttäuschenden Ausblick um 22 Prozent ein. Ausgerechnet der enorme KI-Boom bereitet dem Chipkonzern nun Probleme.
Coinbase steht vor einer wichtigen Quartalsbilanz: Analysten rechnen mit einem Verlust, während der Bitcoin-Kurs und die Handelsvolumina unter Druck stehen.
Microsoft will mindestens 25 Milliarden Dollar an Krediten aufnehmen, unter anderem für Investitionen in künstliche Intelligenz. Zugleich wächst die Sorge über die Verschuldung der Techkonzerne.
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