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Donald Trump gilt als großer Unterstützer von Stablecoins. Nun erhält der US-Präsident Rückenwind von der anderen Seite des Atlantiks. Die USA und das Vereinigte Königreich legten gestern einen Plan vor, um Stablecoins gemeinsam zu fördern.
Ein Stablecoin kennt keine Landesgrenzen, die Regulierung dagegen schon. Genau daran hakt es in der Branche: Was in einem Land erlaubt ist, kann im nächsten verboten sein.
Um dieses Problem anzugehen, gründeten beide Länder im vergangenen September die Transatlantic Taskforce for Markets of the Future. Gestern legte sie ihre ersten zehn Empfehlungen vor.
Neue Vorschriften sind das nicht. Die Empfehlungen markieren Bereiche, in denen Aufsichtsbehörden enger zusammenarbeiten sollen, darunter die Securities and Exchange Commission (SEC), die britische Financial Conduct Authority (FCA) und die Bank of England.
Scott Bessent, der US-Finanzminister, bezeichnete die Initiative als Ausdruck des gemeinsamen Ziels, wirtschaftliches Wachstum zu fördern und globale Standards zu stärken, die Innovation und Wettbewerb begünstigen.
Der größte Profiteur liegt auf der Hand. Fast der gesamte Stablecoin-Markt ist an den US-Dollar gekoppelt.
USDT von Tether kommt laut Daten von CoinGecko auf ein ausstehendes Volumen von 184 Milliarden Dollar, USDC von Circle auf 73 Milliarden Dollar. Zusammen stehen sie für rund 84 Prozent des Marktes.
Der größte an das britische Pfund gekoppelte Stablecoin kommt dagegen lediglich auf 34 Millionen Dollar. USDT ist damit mehr als 5.400-mal so groß.
Donald Trump ist in seiner zweiten Amtszeit der lauteste Fürsprecher dieser Coins. Im Juli 2025 unterzeichnete der US-Präsident den GENIUS Act, der Stablecoins erstmals einen eigenen Platz im US-Recht gab.
Stablecoins sind nur ein Teil des Plans. Beide Länder wollen zudem eine Arbeitsgruppe aus der Branche einrichten, die Tokenisierung grenzüberschreitend erproben soll. Dabei werden Vermögenswerte wie Aktien und Anleihen als Token auf einer Blockchain abgebildet. Das ermöglicht eine schnellere Abwicklung, niedrigere Kosten und Handel rund um die Uhr.
Außerdem prüfen die Aufseher, ob Stablecoins und tokenisierte Geldmarktfonds als Sicherheiten an den Finanzmärkten dienen können. Auch der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht soll sich mit den Kapitalregeln für Krypto befassen.
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