Künstliche Intelligenz (KI) zeigt wenig Vertrauen in traditionelle Währungen. In einer neuen Studie wählt kein getestetes KI-Modell Fiatgeld als bevorzugte Geldform, während Bitcoin (BTC) und Stablecoins dominieren.
Bitcoin als bevorzugte Wertaufbewahrung
Das Bitcoin Policy Institute (BPI) hat 36 fortschrittliche KI-Modelle für die Studie getestet, darunter Systeme von OpenAI, Google, Anthropic und xAI. Insgesamt ergab das Experiment 9.072 Antworten, bei denen die Systeme in verschiedenen wirtschaftlichen Szenarien Geldarten auswählen mussten.
Über alle Szenarien hinweg entschieden sich 48,3 Prozent der Antworten für Bitcoin, was es zur am häufigsten gewählten monetären Option machte.
Besonders in Situationen, in denen Werte über mehrere Jahre gelagert werden sollten, fiel die Wahl überwiegend auf Bitcoin. In diesem Szenario entschieden sich 79,1 Prozent der KI-Antworten für BTC, das deutlichste Ergebnis der gesamten Untersuchung.
Bitcoin wird in diesem Zusammenhang oft als eine Art „digitales Gold“ angesehen. Es muss sich seine Rolle als Wertaufbewahrung noch verdienen, ist jedoch wie Gold ein knappes Gut.
Tatsächlich ist die Knappheit bei Bitcoin noch präziser festgelegt. Der Code besagt, dass maximal 21 Millionen Coins existieren können.
Bei Gold ist das anders. Wir wissen, wie viel Gold ungefähr gefördert wurde, aber niemand kann sicher sagen, wie viel noch in der Erde liegt. Bei Bitcoin gibt es diese Unsicherheit nicht. Die Menge ist von Anfang an festgelegt.
Stablecoins dominieren bei Zahlungen
Wenn KI-Modelle Zahlungszwecke wählen mussten, änderte sich das Bild. In Szenarien wie Mikropayments, Dienstleistungen oder internationalen Zahlungen entschieden sich die Modelle häufiger für Stablecoins.
Stablecoins erhielten 53,2 Prozent der Präferenz, gegenüber 36 Prozent für Bitcoin.
Das ist nicht überraschend. Stablecoins sind Kryptowährungen, die meist an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind. Dadurch bleibt ihr Wert relativ stabil und sie sind wesentlich praktischer für tägliche Transaktionen als Bitcoin, das stark schwanken kann.
Immer mehr große Unternehmen betrachten daher Stablecoins für internationale Zahlungen. Transaktionen sind oft schneller, günstiger und leichter über Grenzen hinweg zu versenden als über das traditionelle Banksystem.
Laut Jeff Park, Investmentdirektor bei Bitwise, gibt es einen klaren Grund, warum Stablecoins als langfristige Wertaufbewahrung weniger attraktiv sind.
„Stablecoins können eingefroren werden, Bitcoin nicht.“
Sprich: Zensurresistenz.
Stablecoins werden von Unternehmen ausgegeben und können in einigen Fällen eingefroren werden, während das Bitcoin-Netzwerk keine zentrale Instanz hat, die Transaktionen stoppen kann. Die Kontrolle liegt also vollständig beim Besitzer.
Fiat verschwindet völlig aus dem Blickfeld
Vielleicht noch bemerkenswerter: Kein einziges KI-Modell wählte Fiatgeld als Topwahl.
Nahezu 91 Prozent aller Antworten entschieden sich für ein digitales Instrument wie Bitcoin, Stablecoins, andere Kryptowährungen oder tokenisierte Vermögenswerte gegenüber traditionellen Währungen wie Euro oder Dollar.
Die Forscher betonen jedoch, dass die Ergebnisse keine Vorhersage für die tatsächliche Marktakzeptanz sind. Die Präferenzen der KI-Modelle spiegeln vor allem Muster aus ihren Trainingsdaten wider.
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