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Der Bitcoin Kurs steht erneut unter Druck, da große institutionelle Investoren massenhaft Bitcoin (BTC) verkaufen. Laut neuen Daten werden täglich fast 2.000 BTC von Akteuren wie Fonds und Unternehmen abgestoßen. Analysten warnen, dass der Markt Schwierigkeiten hat, das zusätzliche Angebot aufzunehmen, was den Weg für eine tiefere Korrektur ebnen könnte.
Während Bitcoin zuvor noch durch Milliarden an ETF-Zuflüssen und aggressive Käufe von Strategy unterstützt wurde, hat sich das Bild mittlerweile vollständig gedreht. Einige Analysten schließen sogar einen Rückgang auf 30.000 Dollar nicht aus.
Daten des Vermögensverwalters Capriole Investments zeigen, dass institutionelle Akteure derzeit etwa 450 Prozent der täglichen Bitcoin-Produktion verkaufen. Umgerechnet sind das fast 2.000 BTC pro Tag.
Das bedeutet, dass große Investoren vier- bis fünfmal mehr Bitcoin verkaufen, als Miner täglich erzeugen. Vor allem die US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs scheinen dabei die größten Verursacher zu sein.
Während diese Fonds 2024 und Anfang 2025 noch Milliarden Dollar in den Markt brachten, hat sich die Situation inzwischen umgekehrt. Laut Daten von Glassnode verzeichneten die Fonds im vergangenen Monat fast 27 Milliarden Dollar an Abflüssen. Dadurch verschwindet eine wichtige Nachfragequelle, die den Bitcoin Kurs zuvor auf Rekordhöhen trieb.
Für Investoren ist das eine bedeutende Entwicklung. Die starken Anstiege der vergangenen Jahre wurden größtenteils durch institutionelles Kapital getragen. Wenn diese Nachfrage wegfällt, wird es für den Markt schwieriger, große Verkaufswellen abzufangen.
Ein weiterer wichtiger Faktor für den Bitcoin Kurs war die Einkaufspolitik von Strategy, dem Unternehmen von Michael Saylor.
Im ersten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen noch fast 90.000 BTC. Auch im zweiten Quartal setzte sich der Kaufrausch zunächst fort, mit mehr als 62.000 zusätzlichen Bitcoin bis Ende Mai. Dadurch wuchs der Gesamtbestand auf über 843.000 BTC an.
Diese Käufe fielen mit einer Erholung von etwa vierzig Prozent von den Tiefstständen bei 59.930 Dollar Anfang des Jahres zusammen.
Doch scheint auch dort die Dynamik nachzulassen. Anfang Juni kaufte Strategy nur noch 1.550 BTC. Das steht im krassen Gegensatz zu den enormen Käufen zu Beginn des Jahres.
Laut Capriole ist das problematisch. Die jüngsten Käufe von Strategy sind einfach nicht groß genug, um den Verkaufsdruck durch ETFs auszugleichen.
Technische Analysten sehen daher Potenzial für einen weiteren Rückgang des Bitcoin Kurses.
Analyst CryptoBullet weist darauf hin, dass frühere Korrekturen in dieser Marktzyklus zwischen 36 und 39 Prozent betrugen. Sollte sich diese Geschichte wiederholen, könnte BTC auf ein Niveau zwischen 49.000 und 53.000 Dollar abfallen.
Andere Analysten blicken noch weiter voraus. Analyst Jelle vergleicht den aktuellen Markt mit früheren Bärenmärkten und nutzt dabei Fibonacci-Niveaus als Referenz. Seiner Analyse nach fiel Bitcoin in vorangegangenen Zyklen jeweils deutlich unter das wichtige 0,618 Fibonacci-Niveau, bevor ein endgültiger Boden erreicht wurde.
Basierend auf diesen Berechnungen liegt ein möglicher Boden bei rund 32.000 Dollar im Bereich des Möglichen. In einem negativeren Szenario könnten sogar Niveaus zwischen 20.000 und 24.000 Dollar wieder ins Blickfeld rücken.
Vorläufig hängt alles davon ab, ob institutionelle Investoren als Käufer zurückkehren. Solange die ETF-Abflüsse anhalten und große Unternehmen weniger aggressiv akkumulieren, bleibt der Druck auf den Bitcoin Kurs bestehen.
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Der Bitcoin-Kurs hält sich an entscheidender Unterstützung, während Newsbit-Analyst Juffermans einen möglichen Boden später in diesem Jahr erwartet.
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