Es sieht so aus, als hätte sich der Bitcoin-Kurs nach dem Drama der vergangenen Woche etwas stabilisiert. Zunächst lösten die Handelsspannungen zwischen China und den USA einen Crash aus, anschließend kam noch etwas Stress im US-Bankensektor hinzu. All das traf Bitcoin zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt.
Schlechtes Timing für Bitcoin
Bitcoin hatte ohnehin mit dem enormen Aufschwung von Gold zu kämpfen. Viele Anleger sehen in Bitcoin eine potenzielle digitale Variante von Gold. Angesichts der starken Kursgewinne des Edelmetalls und der enttäuschenden Entwicklung von Bitcoin sind daran jedoch Zweifel aufgekommen.
Gleichzeitig laufen die Aktien börsennotierter Bitcoin-Unternehmen wie Strategy und Metaplanet sehr schlecht. Dadurch haben sie immer weniger Kapazität, Bitcoin zu kaufen, und fallen als wichtige Nachfrager am Markt weg.
Zudem scheinen viele langjährige Anleger ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen, was nach dem Erreichen der symbolischen Marke von 100.000 Dollar nicht unlogisch ist. Für viele dürfte das eine Art psychologische Verkaufsgrenze gewesen sein.
Diese drei Faktoren spielten also bereits eine Rolle und bremsten das Momentum von Bitcoin. Hinzu kamen dann die Handelsspannungen und Stress in wichtigen Kanälen des Finanzsystems.
Trump treibt den Bitcoin-Kurs nach oben
Am Sonntag sprang Bitcoin plötzlich von 107.000 auf über 110.000 Dollar. Das scheint eine Folge seiner Aussagen über die Verhandlungen mit Xi Jinping und China zu sein.
Trump ließ nämlich wissen, dass Präsident Xi für einen Deal offen sei. Als ersten Schritt in die richtige Richtung würden die USA alle Zölle auf Produkte fallen lassen, die im eigenen Land nicht hergestellt werden können.
Das hat nun großen Einfluss auf den Markt. Zudem sorgt der Stress an den US-Kreditmärkten vorerst nicht für die Angst, dass es ein tatsächliches Problem gibt.
Auch das sorgt für Ruhe bei Bitcoin und gibt wieder etwas Vertrauen in eine neue Phase des Bullenmarkts.
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