Der Bitcoin-Kurs schien gestern kurzzeitig an Schwung zu gewinnen, als die 70.000-Dollar-Marke erneut überschritten wurde. Eine neue Eskalation im Iran-Konflikt verhinderte jedoch den weiteren Anstieg. Das Vertrauen in eine schnelle Friedenslösung ist deutlich gesunken, während die entscheidende Trump-Deadline näher rückt. Dies bereitet Bitcoin sichtlich Schwierigkeiten.

Entscheidende Stunden im Iran-Konflikt
Es scheint, dass Donald Trump verzweifelter wird und seine Geduld langsam verliert. Er hatte offenbar erwartet, dass der Konflikt mit Iran viel schneller beendet wäre.
Vor wenigen Stunden warnte er Iran, dass es „über Nacht zerstört“ werden könnte. Damit verschärfen sich Trumps Drohungen, der bis heute Nacht, 02:00 Uhr deutscher Zeit, die Wiederöffnung der Straße von Hormus sehen möchte.
Der Präsident der Vereinigten Staaten drohte mit einem Plan, „jede Brücke zu zerstören“ und „jedes Kraftwerk lahmzulegen“. „Sie werden brennen, explodieren und nie wieder verwendet werden“, so Trump.
Er äußerte zudem die Erwartung, dass die USA nach dem Krieg die volle Kontrolle über den iranischen Ölsektor erlangen. „Der Sieger bekommt die Beute“, verkündete Trump. Ob Iran dem zustimmen wird, bleibt abzuwarten.
Die Welt hofft, dass es noch zu einem Abkommen kommt. Sollte Trump tatsächlich diesen Angriff durchführen, könnte es im Nahen Osten noch lange unruhig bleiben. Das Problem besteht darin, dass es für Iran nicht schwer ist, die Straße von Hormus geschlossen zu halten.
Das können sie mit relativ einfachen und kostengünstigen Drohnen erreichen. Der Oberkommandierende Irans beschrieb die jüngsten Drohungen Trumps als „Wahnvorstellungen“.
Nun bleibt abzuwarten, ob die Deadline eingehalten wird, und zu hoffen, dass gute Nachrichten aus dem Nahen Osten kommen. Vorerst bietet dies Bitcoin kaum Chancen auf einen nachhaltigen Kursanstieg.
Bitcoin an entscheidendem Punkt im Wochenchart
Während der Konflikt weiter tobt, befindet sich der Bitcoin-Kurs derzeit an einem entscheidenden Punkt im Wochenchart. Auf dem Niveau von 68.314 Dollar liegt der 200-Wochen-EMA. In früheren Bärenmärkten stellte dies eine wichtige Unterstützung dar, wenn diese zurückerobert wurde.

Dies gelang Bitcoin bereits zuvor, doch während des Krieges ging dieses wichtige Kursniveau wieder verloren. Der Kurs bewegt sich nun knapp darüber, aber alles scheint vom Iran-Konflikt abhängig zu sein.
Sollte heute oder morgen ein Friedensabkommen zustande kommen, dürfte Bitcoin wahrscheinlich Wochenschlusskurse über diesem Niveau erzielen. Das sind entscheidende Signale bei der Suche nach einem Boden für diesen Bärenmarkt.
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