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Das Blockchain-Projekt Taiko hat Nutzer dringend aufgefordert, ihre Guthaben von allen Bridges im Netzwerk abzuziehen, nachdem Hacker schätzungsweise 1,7 Millionen Dollar an Krypto-Assets erbeutet haben. Laut dem Projekt wurde eine schwerwiegende Sicherheitslücke in einem entscheidenden Verifikationssystem entdeckt, wodurch die Sicherheit der Bridges derzeit nicht gewährleistet werden kann.
Der Angriff ist der jüngste in einer Reihe von Krypto-Hacks, die den Sektor in diesem Monat getroffen haben. Vor allem Bridges bleiben aufgrund ihrer komplexen Infrastruktur und des Zugangs zu großen Mengen an digitalen Vermögenswerten ein beliebtes Ziel für Angreifer.
Taiko, ein Layer-2-Netzwerk auf Basis von Ethereum (ETH), gab bekannt, dass eine Sicherheitslücke im System entdeckt wurde, das den Status der Blockchain überprüft und verifiziert.
„Wir haben einen Angriff auf das Verifikationssystem des Taiko-Blockchain-Status festgestellt“, schrieb das Projekt auf X.
Deshalb kann das Netzwerk derzeit nicht garantieren, dass alle Bridges sicher funktionieren. Als Vorsichtsmaßnahme rät Taiko den Nutzern, ihre Gelder umgehend aus den Bridges abzuziehen, bis die Situation vollständig geklärt ist.
Das Team arbeitet mit Sicherheitsspezialisten und Partnern zusammen, um weiteren Schaden zu verhindern. Verschiedene betroffene Systeme wurden inzwischen vorübergehend offline genommen.
Laut dem Blockchain-Sicherheitsunternehmen Blockaid lag die Ursache des Exploits wahrscheinlich in einem Fehler bei der Überprüfung von Transaktionsnachrichten.
Durch diese Schwachstelle konnten bestimmte Nachrichten auf Ethereum als gültig angesehen werden, ohne dass eine legitime Bestätigung auf der Taiko-Blockchain gegenüberstand. Dadurch konnte der Angreifer unautorisierte Transaktionen durchführen und Krypto-Assets aus den Reserven des Protokolls freisetzten.
Blockaid schätzt den Schaden auf mindestens 1 Million Dollar. Forschungsplattformen wie Lookonchain und PeckShield gehen hingegen von einer Gesamtsumme von etwa 1,7 Millionen Dollar aus.
Aus Daten von PeckShield geht hervor, dass der Angreifer mittlerweile etwa 1,99 Millionen TAIKO-Token zur Kryptobörse MEXC transferiert hat. Zum aktuellen Kurs repräsentieren diese Token einen Wert von rund 189.000 Dollar.
Laut dem Blockchain-Analyseplattform Arkham enthalten Wallets, die mit dem Exploit in Verbindung stehen, immer noch etwa 1,5 Millionen Dollar an Krypto-Währungen. Der Großteil davon besteht aus Ethereum.
Für Taiko bedeutet der Angriff erneut einen Rückschlag. Daten von CoinGecko zeigen, dass der TAIKO-Token aktuell mehr als 98 Prozent unter seinem Rekordniveau von 2024 liegt.
Der Angriff auf Taiko ist kein Einzelfall. Laut Zahlen von DeFiLlama wurden in diesem Monat bereits mindestens 23 Exploits und Sicherheitsvorfälle im Bereich der Decentralized Finance registriert.
Früher in diesem Monat verloren das Humanity Protocol und die Syscoin Bridge durch große Hacks mehr als 30 Millionen Dollar bzw. 8 Millionen Dollar.
Auch das Secret Network wurde kürzlich durch einen Exploit getroffen, bei dem etwa 4,67 Millionen Dollar verloren gingen. Zudem sahen sich unter anderem OLPC/LABUBU, Aztec Connect, RetoSwap und Raydium AMM mit Sicherheitsproblemen konfrontiert.
Der Vorfall unterstreicht erneut, dass Bridges und Smart Contracts zu den verwundbarsten Teilen des Krypto-Ökosystems gehören. Trotz ständiger Verbesserungen in der Blockchain-Technologie suchen Hacker weiterhin aktiv nach Schwachstellen, die zu Millionenverlusten führen können.
Für Nutzer ist es eine erneute Erinnerung daran, dass Risikomanagement und die Streuung von Vermögenswerten im schnell wachsenden DeFi-Sektor essenziell bleiben.
Blockchain-Projekte sollten ihre Smart Contracts nicht nur vor dem Start prüfen lassen, sondern sie auch danach regelmäßig erneut untersuchen lassen.
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