Die niederländische Kryptobörse Bitvavo hat 2024 einen Rekordgewinn gemacht. Der Aufschwung des Kryptomarktes, bei dem Bitcoin (BTC) zum ersten Mal die 100.000-Dollar-Marke geknackt hat, hat für einen Boom bei Handelsvolumen und Einnahmen gesorgt.
Bitvavo profitiert von historischem Kryptojahr
Aus dem kürzlich eingereichten Jahresbericht geht hervor, dass die Amsterdamer Kryptobörse 2024 einen Gewinn von 217 Millionen Euro erzielt hat, berichtet das Financieel Dagblad.
Die Einnahmen aus Gebühren und Provisionen beliefen sich auf 310 Millionen Euro. Das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr.
2024 war ein hervorragendes Jahr für den Kryptomarkt, von dem Bitvavo natürlich direkt profitiert. Steigende Kurse sorgen für mehr Handel, was automatisch mehr Provisionen bedeutet, ohne dass die Kosten entsprechend steigen.
Bitcoin schrieb im März Geschichte, indem es seinen Preisrekord von Ende 2021 brach und das Jahr mit einem Gewinn von 135 Prozent abschloss.
Im November bekam der Bitcoin Kurs Auftrieb, nachdem Donald Trump, der sich während seines Wahlkampfs ausdrücklich als Krypto-Befürworter profiliert hatte, die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Einen Monat später wurde zum ersten Mal die 100.000-Dollar-Marke geknackt, auf die Investoren schon seit Jahren gewartet hatten.
Im Jahr 2024 war Bitvavo außerdem die größte EUR-Spot-Börse der Welt, gemessen am Handelsvolumen in Euro. Derzeit hat die Kryptobörse mehr als 2 Millionen aktive Nutzer.
„Starke Erholung“ des Handelsvolumens
Im Jahresbericht spricht Bitvavo von einer „starken Erholung” des Handelsvolumens. Nach zwei mageren Jahren, in denen der Kryptomarkt von starken Kursrückgängen und dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX Ende 2022 getroffen wurde, kehrte der Optimismus zurück.
Bitvavo hat 2024 sein Angebot weiter ausgebaut, während die Mitarbeiterzahl relativ begrenzt blieb. Das Unternehmen hatte damals 267 Mitarbeiter. Diese Zahl ist inzwischen weiter gestiegen.
Finanzvorstand Johan van Olffen sagt in einer E-Mail, er sei „besonders stolz” auf das Ergebnis. „Das Unternehmen ist jetzt finanziell gesund und organisatorisch robust aufgestellt.” Laut Van Olffen hat Bitvavo auch in den schwachen Jahren 2022 und 2023 weiter in Menschen investiert, während viele Konkurrenten gerade stark gekürzt haben.
Die Rentabilität schlägt sich auch in soliden Ausschüttungen nieder. Die Aktionäre haben sich im vergangenen Herbst 50 Millionen Euro Dividende ausgezahlt, von denen ein Teil bereits gezahlt wurde. Außerdem wurde ein früherer Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro zurückgezahlt und Bitvavo zahlte 30 Millionen Euro an die Agiorücklage aus, eine Ausschüttung, die in der Regel steuerfrei ist.
MiCA-Lizenz
In diesem Jahr erzielte Bitvavo einen wichtigen strategischen Erfolg mit dem Erhalt der MiCA-Lizenz der niederländischen Finanzaufsichtsbehörde (AFM). Damit darf die Plattform ihre Dienste in der gesamten Europäischen Union unter einer einzigen Lizenz anbieten.
Britische Finanzaufsicht gibt Coinbase grünes Licht für Expansion
Coinbase hat von der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority eine Lizenz für Anlagedienstleistungen erhalten.
Kryptobörse Kraken strebt europäische Banklizenz über Litauen an
Die Kryptobörse Kraken arbeitet über Litauen an einer vollständigen europäischen Banklizenz und wäre damit die erste Kryptobörse mit diesem Status.
Binance-Abflüsse verdreifachen sich nach MiCA-Frist: ETH-Abhebungen auf Rekordniveau
Die Abflüsse bei Binance erreichten nach dem erzwungenen Rückzug aus Europa den höchsten Stand seit 2023. Vor allem Ethereum wird in großem Stil abgezogen.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
