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Der österreichische Kryptobroker Bitpanda geht einen neuen Schritt in der Entwicklung der Finanzmärkte in Europa. Das Unternehmen arbeitet an einer eigenen Blockchain, die speziell für Banken und Fintechs entwickelt wurde. Damit greift es einen Trend auf, der laut Analysten die Art und Weise, wie Investitionen gehandelt werden, grundlegend verändern könnte.
Bitpanda stellte heute seine sogenannte Vision Chain vor. Diese Blockchain soll es ermöglichen, Aktien, Fonds und andere Finanzprodukte als Tokens auszugeben und innerhalb bestehender europäischer Regelwerke wie MiCA und MiFID II zu handeln.
Laut dem Unternehmen fehlte bisher genau diese Kombination aus Innovation und Regulierung als verbindendes Element. CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad äußerte dazu: „Die Tokenisierung wird die Kapitalmärkte neu gestalten. Europäische Finanzinstitute sind seit Jahren darauf vorbereitet, aber die Infrastruktur fehlte.“
Die neue Blockchain nutzt Euro-Stablecoins zur Begleichung von Transaktionskosten. Damit will Bitpanda verhindern, dass Kryptoschwankungen die Kosten beeinflussen. Technisch setzt Bitpanda auf Optimism (OP), eine Lösung, die auf Ethereum (ETH) aufbaut und schnellere sowie kostengünstigere Transaktionen ermöglicht.
Bitpanda hat bereits zuvor eine bedeutende Erweiterung seiner Dienstleistungen vollzogen. Seit dem 29. Januar haben Nutzer Zugang zu Tausenden von Aktien und ETFs über dieselbe Plattform. Zudem können sie in Edelmetalle wie Gold und Silber investieren, wodurch sich das Unternehmen deutlich breiter als nur im Kryptobereich aufstellt.
Bitpanda ist jedoch nicht der einzige Akteur, der auf Blockchain für Finanzmärkte setzt. So testet Robinhood eine eigene Blockchain für tokenisierte Aktien, während Akteure wie Nasdaq und NYSE untersuchen, wie sie Blockchain in ihre Systeme integrieren können.
Die Idee hinter dieser Entwicklung ist eindeutig. Finanzmärkte sollen effizienter werden. Mit Blockchain können Transaktionen schneller und günstiger abgewickelt werden und möglicherweise sogar rund um die Uhr ablaufen.
Die potenzielle Auswirkung ist erheblich. Laut einem Bericht von Boston Consulting Group und Ripple könnte der Markt für tokenisierte Assets bis 2033 auf 18,9 Billionen Dollar anwachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 53 Prozent.
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