Krypto-Betrüger haben mehr als 1 Million britische Pfund (1,2 Millionen Euro) von neun Einwohnern Kents gestohlen, nachdem sie durch ein Datenleck Zugriff auf deren persönliche Informationen erhalten hatten. Die Polizei von Kent warnt die Einwohner, wachsam gegenüber diesen anhaltenden betrügerischen Praktiken zu bleiben.
Falsche Beamte und gefälschte Berichte
Die Betrüger gelangten an persönliche Informationen aus dem Datenleck und nutzten diese, um gefälschte Berichte des nationalen Meldesystems Action Fraud zu erstellen. Anschließend gaben sie sich als Strafverfolgungsbeamte aus und kontaktierten potenzielle Opfer. Den Betroffenen wurde fälschlicherweise mitgeteilt, dass sie Gegenstand einer Untersuchung seien und in Kürze einen Anruf vom angeblichen „Krypto-Wallet-Host“ erhalten würden.
Erzwungene Herausgabe von Seed Phrases
In einem zweiten Anruf trat ein angeblicher „Sicherheitsbeamter“ auf, der die Opfer dazu drängte, die Seed Phrases ihrer Krypto-Wallets preiszugeben. Eine Seed Phrase ist eine Abfolge von 12 bis 24 Wörtern, die vollständigen Zugriff auf eine Krypto-Wallet ermöglicht. Mit diesen Informationen konnten die Kriminellen die Wallets wiederherstellen und die Vermögenswerte stehlen – das Geld verschwand spurlos.
Warnung der Polizei
Kriminalbeamter Darryll Paulson appelliert an die Einwohner Kents, keine persönlichen Informationen am Telefon an Fremde weiterzugeben, die sich als Polizisten oder Krypto-Hosts ausgeben.
„Betrüger werden immer raffinierter in ihren Methoden und setzen ihre Opfer unter Druck, indem sie künstlich Dringlichkeit erzeugen. Sie lassen sie glauben, dass sie schnell handeln müssen, um zu verhindern, dass ihr Vermögen gestohlen wird“, so Paulson.
Betrug melden, ohne sich zu schämen
Insgesamt haben die neun Opfer zusammen mehr als 1,2 Millionen Dollar verloren. Paulson ruft weitere mögliche Opfer dazu auf, sich ohne Scham zu melden, da es jedem passieren kann.
„Es reicht ein Moment der Unachtsamkeit, um zum Opfer zu werden“, warnt er.
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