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OTC

OTC ist eine Methode, um Kryptowährungen direkt zwischen zwei Parteien zu handeln, also ohne öffentliches Orderbuch einer Börse.

Was ist OTC?

OTC steht für „Over-the-Counter” und beschreibt jedes Geschäft, das unmittelbar zwischen Käufer und Verkäufer abgeschlossen wird. Der Kurs wird dabei nicht über ein öffentliches Orderbuch ermittelt, sondern individuell zwischen beiden Seiten ausgehandelt. Dieser Weg wird besonders häufig genutzt, wenn große Mengen an Kryptowährungen oder anderen digitalen Vermögenswerten bewegt werden sollen. In der Praxis läuft der Handel meist über spezialisierte OTC-Desks oder Broker, die beide Seiten zusammenbringen. Zwar gelten hier andere Regeln als an regulierten Handelsplätzen, dennoch eröffnet das sowohl Chancen als auch Risiken.

Warum ist OTC-Handel beliebt?

Der Direkthandel hat in der Kryptowelt deutlich an Bedeutung gewonnen, da Anleger so sehr große Volumen kaufen und verkaufen können, ohne den Markt zu bewegen. An einer Börse würde eine solche Order das Orderbuch nämlich leerräumen und den Kurs spürbar verschieben. Genau diesen Effekt, die sogenannte Slippage, vermeiden Marktteilnehmer über einen Desk. Außerdem erhalten sie einen festen Preis für die gesamte Menge, statt sich durch mehrere Kursebenen zu arbeiten.

Vorteile des OTC-Handels

Ein zentraler Vorteil des OTC-Handels liegt in der Diskretion. Da die Order nicht öffentlich im Orderbuch erscheint, können andere Marktteilnehmer die Transaktion nicht erkennen und ausnutzen. Das ist besonders wertvoll für institutionelle Anleger, denn sie bewegen oft Summen, die den Markt sonst sofort alarmieren würden.

Wichtig ist allerdings die Abgrenzung: Diskretion bedeutet nicht Anonymität. Seriöse OTC-Desks verlangen eine vollständige KYC-Prüfung und die Gewinne aus solchen Geschäften bleiben genauso steuerpflichtig wie Gewinne an jeder Börse. Wer außerbörslich handelt, sollte sich deshalb vorab über die geltenden Regeln und seine steuerlichen Pflichten informieren.

Nachteile des OTC-Handels

Da der Handel außerhalb regulierter Handelsplätze stattfindet, steigt das Gegenparteirisiko. Im schlimmsten Fall kommt die andere Seite ihren Verpflichtungen nicht nach. Dies gilt insbesondere für Swaps und Termingeschäfte. Zudem fehlt die Preistransparenz eines offenen Orderbuchs, sodass Anleger die Konditionen selbst vergleichen müssen.

Zusammenfassung

Insgesamt ist der OTC-Handel ein wirksames Instrument für alle, die große Mengen an Kryptowährungen zügig und ohne Auswirkung auf den Kurs bewegen möchten. Die Diskretion und der feste Ausführungspreis bringen sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern echte Vorteile. Wie bei jeder Anlageform gilt jedoch: Wer die Risiken kennt, trifft die besseren Entscheidungen.