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Liquidität

Liquidität beschreibt, wie schnell sich ein Vermögenswert innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem angemessenen Preis handeln lässt.

Was ist Liquidität?

Liquidität ist ein Begriff aus der Finanzwelt. Er beschreibt, wie schnell Anleger eine Kryptowährung oder ein anderes Produkt am Markt kaufen oder verkaufen können, ohne den Preis stark zu beeinflussen. Die Handelbarkeit zeigt somit auch, wie leicht sich ein Vermögenswert in Bargeld umwandeln lässt. Ein gut handelbarer Vermögenswert wechselt zügig und nahe am Marktwert den Besitzer. Das Gegenteil ist ein illiquider Vermögenswert: Er lässt sich weder schnell noch zum Marktwert verkaufen.

Wie misst man Liquidität?

Für die Messung gibt es mehrere Ansätze. Ein erster Maßstab ist der Bid-Ask-Spread. Dieser misst die Differenz zwischen dem höchsten Preis, den ein Käufer zahlen möchte, und dem niedrigsten Preis, zu dem ein Verkäufer anbietet. Je enger dieser Spread ausfällt, desto besser handelbar ist die Kryptowährung. Ein zweiter Maßstab ist das Handelsvolumen. Es zeigt, wie viele Coins an einem bestimmten Tag den Besitzer wechseln. Je höher das Volumen, desto ausgeprägter die Marktgängigkeit.

Warum ist Liquidität so wichtig?

Für Anleger spielt die Marktgängigkeit gleich mehrfach eine Rolle. Zunächst einmal beeinflusst sie den Preis. Bei einer gut handelbaren Kryptowährung bleibt der Kurs relativ stabil, da sich jederzeit Käufer und Verkäufer finden. Der Preis eines illiquiden Coins schwankt dagegen stärker, da zeitweise kaum Marktteilnehmer aktiv sind.

Darüber hinaus erleichtert eine hohe Liquidität das Eröffnen und Schließen von Positionen. Anleger können zügig kaufen oder verkaufen, ohne den Kurs signifikant zu beeinflussen. So können sie Marktchancen rechtzeitig nutzen. Bei einem illiquiden Vermögenswert gelingt das oft nicht, weil schlicht zu wenige Käufer oder Verkäufer bereitstehen.

Schließlich wirkt sich die Liquidität auch auf die Kreditaufnahme aus. Kreditgeber akzeptieren einen gut handelbaren Vermögenswert eher als Sicherheit. Einen illiquiden Vermögenswert lehnen sie dagegen häufig ab, denn sie können ihn im Ernstfall nicht schnell und nicht zum Marktwert verwerten.

Zusammenfassung

Liquidität zählt somit zu den zentralen Aspekten beim Investieren. Sie prägt den Preis eines Vermögenswerts, bestimmt das Tempo beim Ein- und Ausstieg und beeinflusst die Kreditaufnahme.

Gut handelbare Vermögenswerte gelten deshalb als attraktiver, da sie stabiler bleiben und sich jederzeit nahe am Marktwert handeln lassen.