Der Bitcoin-Kurs hat keine gute Nacht erlebt. Nachdem Bitcoin gestern noch über 110.000 US-Dollar sprang, ist der Kurs in der Nacht wieder auf 107.000 US-Dollar gefallen. Die Probleme scheinen also noch nicht ganz überwunden.

Ungewöhnliche Kursbewegung bei Bitcoin
Dass der Bitcoin-Kurs ausgerechnet jetzt fällt, ist bemerkenswert, weil die US-Techbörse gestern stark schloss.
Außerdem wird heute Sanae Takaichi als erste weibliche Premierministerin Japans bestätigt. Sie gilt als Befürworterin kräftiger staatlicher Konjunkturimpulse.
In dieser Hinsicht ist auch Takaichi keine schlechte Nachricht für Bitcoin. Unterdessen scheinen die Handelsspannungen zwischen den USA und China etwas nachzulassen.
Daher lässt sich erwarten, dass die Schwäche bei Bitcoin nur von kurzer Dauer ist und die Bullen bald wieder das Ruder übernehmen.
Kreditstress in den USA: Grund zur Sorge?
In der vergangenen Woche bekam der Bitcoin-Kurs unter anderem wegen Stress an den US-Kreditmärkten einen Dämpfer. Infolge dieser Spannungen schossen einige wichtige Zinsen nach oben, und es kamen Sorgen über eine Bankenkrise auf, wie wir sie 2023 sahen.
Vorerst scheinen sich die meisten Experten jedoch keine Sorgen zu machen. Es sind vor allem die üblichen Schwarzmaler in den sozialen Medien, die angstmachende Botschaften verbreiten.
Joseph Wang hat tatsächlich in diesen Märkten gearbeitet, und seiner Ansicht nach ist die aktuelle Situation „völlig normal“. Er sagt, genau diese Lage habe in der Vergangenheit sogar monatelang angedauert, ohne dass es zu tatsächlichen Problemen im Finanzsystem kam.
Derzeit scheint diese Entwicklung also keine Bedrohung für Bitcoin und den Bullenmarkt zu sein. Insofern kann der Markt in dieser Sache vorerst aufatmen und den Blick wieder nach vorn richten.
Mit Blick nach vorn wird der kommende Freitag wichtig. Dann bekommen wir trotz des Government-Shutdowns eine neue Verbraucherpreisindex-Zahl (CPI). Die ist wichtig, weil die US-Notenbank am nächsten Mittwoch einen neuen Zinsentscheid trifft.
Fällt die Inflation niedriger aus als erwartet, eröffnet das zusätzlichen Spielraum für Zinssenkungen. Und das ist theoretisch gut für den Bitcoin-Kurs.
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