Die Krypto-Börse Kraken hat ihren geplanten Börsengang aufgrund der verschlechterten Marktbedingungen vorerst auf Eis gelegt. Das Unternehmen, das vor einigen Monaten noch Pläne für einen Gang an die Börse ankündigte, wartet nun auf einen günstigeren Zeitpunkt.
Krypto-Markt bremst Börsenpläne
Laut Insidern hält Kraken weiterhin an einem Börsengang fest, jedoch erst, wenn sich der Markt erholt. In den letzten Monaten hat sich die Stimmung deutlich verschlechtert. Seit dem Höchststand des Bitcoin (BTC)-Kurses im Herbst sind die Preise gefallen und die Handelsvolumina zurückgegangen.
Dies macht Investoren vorsichtiger und drückt die Bewertungen von Unternehmen in der Branche. Für viele Krypto-Unternehmen ist dies ein Grund, Pläne für einen Börsengang oder eine neue Finanzierung zu verschieben.
Ein Sprecher von Kraken bestätigte lediglich, dass das Unternehmen zuvor vertraulich Unterlagen bei der US-Aufsichtsbehörde SEC eingereicht hat, machte jedoch keine weiteren Angaben.
Von Milliardenbewertung zu Unsicherheit
Im November reichte das Mutterunternehmen Payward einen Entwurf für einen Börsengang ein. Zu diesem Zeitpunkt wurde Kraken nach einer Kapitalrunde von 800 Millionen Dollar noch mit rund 20 Milliarden Dollar bewertet. Unter anderem investierte Citadel Securities damals erheblich.
Die Situation hat sich inzwischen geändert. War 2025 ein starkes Jahr für Krypto-Börsengänge mit Milliarden an eingeworbenem Kapital, zeigt 2026 ein anderes Bild. Bisher konnte nur der Kryptoverwahrer BitGo an die Börse gehen, aber diese Aktie steht stark unter Druck.
Andere Marktteilnehmer bleiben optimistisch. Securitize, das mit dem Vermögensverwalter BlackRock zusammenarbeitet, arbeitet weiterhin an einem Börsengang, sobald die Genehmigung der SEC vorliegt.
Marktkenner beobachten eine Verschiebung des Fokus bei Krypto-IPOs. Während frühere Börsengänge von Hype und Wachstum geprägt waren, legen Investoren nun mehr Wert auf Stabilität, wiederkehrende Einnahmen und die Einhaltung von Vorschriften.
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