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Die Deutsche Bank blickt optimistischer auf den US-Aktienmarkt. Nach einer starken Berichtssaison hat die Investmentbank ihre Gewinnprognosen für die Unternehmen im S&P 500 angehoben. Nach Einschätzung der Bank steht die Börsenrally inzwischen auf einer breiteren Basis, während Künstliche Intelligenz (KI) ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt.
Die Deutsche Bank hat ihre Erwartungen an die Profitabilität der Unternehmen im S&P 500 erhöht. Sie geht nun davon aus, dass die Konzerne im Index in den kommenden Jahren höhere Gewinne je Aktie erzielen werden als bislang angenommen.
Auslöser ist eine außergewöhnlich starke Berichtssaison. Bislang haben 87 Prozent der Unternehmen im S&P 500 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen – der höchste jemals gemessene Wert.
Die Unternehmensgewinne lagen im Schnitt rund sieben Prozent über den Erwartungen. Nach Einschätzung der Deutschen Bank ist das auf eine Kombination aus steigenden Umsätzen und höheren Gewinnmargen zurückzuführen.
Auch das Gewinnwachstum beschleunigt sich weiter. Nach einem Plus von rund 25 Prozent im ersten Quartal erwartet die Bank für das zweite Quartal einen Anstieg der Gewinne um etwa 33 Prozent. Das wäre eine der stärksten Wachstumsphasen außerhalb der Jahre unmittelbar nach einer Rezession.
So lässt sich die missverständliche Formulierung „358 Dollar je Aktie“ vermeiden, ohne die Aussage zu verändern: Die Deutsche Bank erwartet, dass die Unternehmen im S&P 500 in den kommenden Jahren profitabler werden.
Nach Einschätzung der Deutschen Bank profitiert nicht mehr nur der Technologiesektor vom KI-Boom. Alle elf Sektoren im S&P 500 steuern in diesem Jahr auf Gewinnwachstum zu, acht davon sogar auf zweistellige Zuwächse.
Auffällig ist, dass die größten Technologieunternehmen weniger dominant sind. Während die Megacaps im vergangenen Jahr noch für rund 90 Prozent des Gewinnwachstums verantwortlich waren, ist dieser Anteil inzwischen auf 57 Prozent gesunken. Das deutet darauf hin, dass immer mehr Unternehmen von der robusten Konjunktur und den anhaltenden Investitionen in KI profitieren.
Die Deutsche Bank steht mit ihrer Einschätzung nicht allein. Immer mehr große US-Investmentbanken heben in diesem Jahr ihre Prognosen für den S&P 500 an.
Citigroup und Oppenheimer rechnen inzwischen mit einem Jahresendstand von 8.100 Punkten. Goldman Sachs, Morgan Stanley und Deutsche Bank peilen rund 8.000 Punkte an, während Wells Fargo sein Kursziel zuletzt auf 7.950 Punkte angehoben hat. JPMorgan, Barclays und Stifel erwarten ein Niveau um 7.800 Punkte.
Zwar warnen einige Analysten vor den hohen Bewertungen und dem Risiko einer wieder anziehenden Inflation. Die vorherrschende Erwartung an der Wall Street bleibt jedoch, dass starke Unternehmensgewinne und anhaltende KI-Investitionen den US-Aktienmarkt im weiteren Jahresverlauf stützen werden.
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