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Der Softwarekonzern Palantir Technologies hat seine Prognose für 2026 erneut angehoben, nachdem die Quartalszahlen deutlich stärker ausgefallen waren als von Analysten erwartet.
Vor allem das kommerzielle KI-Geschäft in den USA legte rasant zu. Vorstandschef Alex Karp bezeichnete die Nachfrage nach der Software als außergewöhnlich stark.
Nach Vorlage der Zahlen sprang die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent nach oben.

Palantir hob die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatz von bis zu 8,16 Milliarden Dollar und liegt damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von etwa 7,7 Milliarden Dollar. Auch die Prognose für den operativen Gewinn wurde erneut angehoben.
Die größte Überraschung kam aus dem kommerziellen Geschäft in den USA. Dort stieg der Umsatz im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 149 Prozent auf 764 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.
Vorstandschef Alex Karp sprach von einem außergewöhnlich starken Quartal und verwies auf eine beispiellos hohe Nachfrage nach Palantirs KI-Software. Zugleich grenzte er sich von KI-Unternehmen ab, die ihre eigenen Sprachmodelle direkt an Kunden verkaufen. Karp zufolge entscheiden sich immer mehr Organisationen für eine unabhängige Plattform, auf der verschiedene KI-Modelle parallel genutzt und bei Bedarf unkompliziert ausgetauscht werden können.
Trotz der starken Quartalszahlen bleibt Europa für Palantir ein Sorgenpunkt. Während der Umsatz in den USA um 115 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar stieg, legten die internationalen Erlöse um 33 Prozent auf 362,5 Millionen Dollar zu.
Nach Einschätzung von Vorstandschef Alex Karp liegt das auch daran, dass europäische Regierungen zunehmend auf heimische Technologie setzen. Länder wie Frankreich und Großbritannien haben in den vergangenen Monaten Schritte unternommen, um weniger abhängig von US-Technologiekonzernen zu werden. Palantir verlor dadurch mehrere Verträge.
Karp schonte Europa dabei nicht. Einige Länder entschieden sich bewusst für Anbieter aus dem eigenen Land, selbst wenn dies wirtschaftlich weniger attraktiv sei. Über das Europageschäft sagte er entsprechend: „Das Wachstum ist miserabel.“
Der Gegenwind ändert jedoch wenig am Erfolg des Unternehmens. Dank der starken Nachfrage nach KI-Software ist Palantir inzwischen zu einem der wertvollsten KI-Unternehmen an der Wall Street aufgestiegen. Der Börsenwert liegt mittlerweile bei rund 300 Milliarden Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie Ende 2024.
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