Robert Kiyosaki, Autor von „Rich Dad Poor Dad“, warnt, dass die wirtschaftlichen Veränderungen, die vor fünfzig Jahren begonnen, nun ihre Auswirkungen zeigen. Laut ihm nehmen Schulden und Inflation weiter zu, während das Rentensystem zunehmend unter Druck gerät.
Daher spricht er sich erneut für Bitcoin (BTC) und Gold als Schutz vor dem seiner Meinung nach instabiler werdenden Finanzsystem aus, das Millionen Amerikaner im Stich zu lassen droht.
1974 als Wendepunkt
Kiyosaki verweist in einem Beitrag auf X auf das Jahr 1974 als entscheidenden Moment für das Finanzsystem. In dieser Zeit wechselten die Vereinigten Staaten zum Petrodollar-System, nachdem sie die Goldbindung aufgegeben hatten. Gleichzeitig wurde das Employee Retirement Income Security Act eingeführt, das die Grundlage für das moderne Pensionssparen über sogenannte 401(k)-Pläne legte.
Damit verlagerte sich laut Kiyosaki das Risiko von den Arbeitgebern auf die Arbeitnehmer. Anstelle eines garantierten Renteneinkommens wurden Millionen Amerikaner von den Leistungen der Finanzmärkte abhängig.
Das wird seiner Meinung nach nun sichtbar. Er warnt, dass viele Babyboomer feststellen werden, dass ihr Renteneinkommen enttäuschend ausfällt, sobald sie in den Ruhestand gehen.
Bitcoin und Gold als Schutz
Kiyosaki wiederholt seine bekannte Ansicht, dass Gold, Silber und Bitcoin das „echte Geld“ seien. Seiner Meinung nach stehen die Finanzmärkte vor einer großen Korrektur, bei der knappe Vermögenswerte profitieren könnten.
Er prognostiziert, dass der Bitcoin-Kurs innerhalb eines Jahres nach einem solchen Crash auf 750.000 Dollar steigen könnte. Diese Erwartung stützt er auf die schnell wachsende weltweite Geldmenge, die historisch gesehen die Nachfrage nach knappen Vermögenswerten antreibt.
Laut Kiyosaki war dieses Muster auch in den Jahren 2020 und 2021 zu beobachten, als zusätzliche Liquidität zu starken Anstiegen bei Aktien und Immobilien führte. Bei einem nächsten Abschwung erwartet er eine ähnliche Reaktion.
Bearishes Sentiment auf Höchststand
Kiyosakis Optimismus steht im Gegensatz zum aktuellen Marktgefühl. Laut der Krypto-Analyseplattform Santiment ist das bearishe Sentiment rund um Bitcoin auf den höchsten Stand seit Ende Februar gestiegen. Das Verhältnis zwischen positiven und negativen Beiträgen in den sozialen Medien sank auf 0,81.
Dennoch könnte gerade das ein wichtiges Signal sein. Historisch gesehen bewegen sich Märkte oft entgegen der Massenmeinung. Phasen extremer Angst und Pessimismus gingen in der Vergangenheit häufig einem Aufschwung voraus.
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