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Der Rausch an der Wall Street ist für Bitcoin (BTC) vorbei. Nach sechs Wochen, in denen die Börsenfonds der größten Kryptowährung Höchstleistungen erbrachten, sind letzte Woche auf einen Schlag 1 Milliarde Dollar an Kapital verschwunden. Auch der Bitcoin-Kurs musste erneut Verluste hinnehmen.

Schlechteste Woche seit Januar

Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs mussten letzte Woche genau 1 Milliarde Dollar abschreiben. Eine so schlechte Woche hatten sie seit Ende Januar nicht mehr.

Damit endet eine Reihe von sechs aufeinanderfolgenden Wochen mit Kursgewinnen, in denen insgesamt 3,4 Milliarden Dollar eingeworben wurden. Dies war wiederum ihre beste Form seit Beginn des Bärenmarktes im Oktober.

Die ETFs sind börsennotierte Fonds, die echte Bitcoins als Sicherheiten halten. Diese Bestände werden in Aktien aufgeteilt, die Anleger über ihren normalen Broker kaufen können. Kommt neues Geld herein, kauft der Fonds zusätzliche Bitcoins und es werden neue Aktien erstellt. Bei Abflüssen geschieht das Gegenteil.

Die Woche begann noch ruhig mit einem Zufluss von 27,29 Millionen Dollar am Montag. Dann wendete sich das Blatt: Am Dienstag flossen 233,25 Millionen Dollar ab, und der Mittwoch wurde mit einem Abfluss von 635,23 Millionen Dollar zum schwarzen Tag der Woche

Der Donnerstag brachte kurzfristig Erleichterung mit einem Zufluss von 131,31 Millionen Dollar. Doch am Freitag verabschiedeten sich weitere 290,42 Millionen Dollar. Insgesamt bleibt das verwaltete Vermögen bei 104,29 Milliarden Dollar.

Nur am Donnerstag schloss der Bitcoin-Kurs im Plus. Dieser Tag endete noch mit einem schönen Gewinn von 2,22 Prozent, doch unter dem Strich beendete Bitcoin die Woche mit einem Verlust von 5,79 Prozent.

Das ist das schlechteste Ergebnis seit Mitte März. Zudem zeigt sich eine sogenannte bärische Umkehrkerze auf der Wochenchart. Die rote Kerze der letzten Woche verschlingt die grüne Kerze der Vorwoche vollständig, ein Muster, das viele Analysten als Warnsignal für weitere Rückgänge betrachten.

KI saugt Kapital ab

Laut Analysten von Bitunix rotiert Kapital „aggressiv“ in Richtung der KI-Geschichten und der weiteren Institutionalisierung von Krypto.

NVIDIA, Google und Apple erreichten nämlich letzte Woche alle neue Rekordstände. Und der KI-Chiphersteller Cerebras schoss bei seinem Börsendebüt sogar um gut 70 Prozent in die Höhe.

Auf dem Kryptomarkt selbst geschah unterdessen etwas Wichtiges. Der CLARITY Act, ein bedeutendes neues Gesetz, das klare Regeln für den US-Kryptomarkt schaffen soll, erhielt grünes Licht von einem wichtigen Senatsausschuss. Damit rückt der Gesetzentwurf einer endgültigen Abstimmung im Senat einen Schritt näher.

Das verstärkte den Aufschwung vom Donnerstag, doch einen Tag später brach der Markt wieder drastisch ein. Die deutlich höheren Inflationszahlen vom Vortag setzten die weltweiten Anleihemärkte stark unter Druck, und es gibt nach wie vor keine Aussicht auf ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.

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