Die kanadische Digitalbank VersaBank hat in den Vereinigten Staaten mit dem Testen einer neuen Art von digitalem Geld begonnen: digitale Deposittokens. Diese USDVB-Tokens sind an echte Dollar auf einem Bankkonto gebunden und sollen eine sicherere Alternative zu bestehenden Stablecoins wie USDT und USDC darstellen.
Aufsicht und Schutz wie bei einer gewöhnlichen Bank
Die Tokens tragen den Namen USDVB und entsprechen einem echten US-Dollar, der bei VersaBank USA verwahrt wird. Damit ähneln sie stark den Stablecoins, aber es gibt einen großen Unterschied: Stablecoins werden oft von kommerziellen Unternehmen ausgegeben, während diese Tokens direkt von einer regulierten Bank stammen. Das bedeutet, dass sie unter Aufsicht stehen und denselben Schutz genießen wie gewöhnliche Bankeinlagen.
In der ersten Phase testet VersaBank das System intern mit tausenden kleinen Transaktionen. Danach werden auch einige Partner einbezogen. Die Tokens funktionieren über verschiedene Blockchain-Netzwerke, einschließlich Ethereum (ETH), Algorand (ALGO) und Stellar. Die Bank verwendet zudem eine eigene digitale Tresor und Wallet, um die Tokens sicher zu verwalten.
Nach Angaben von VersaBank bieten die Tokens klare Vorteile. Sie sind vollständig versichert, können Zinsen erbringen und machen Zahlungen über Blockchain schneller und günstiger. Damit würden sie dieselbe Sicherheit bieten wie ein normales Bankdepot, jedoch mit den zusätzlichen Vorteilen der Blockchaintechnologie.
Custodia und Vantage Bank bereits mit eigenen digitalen Dollars
VersaBank ist nicht die einzige Bank, die diesen Weg erforscht. So brachten Custodia und Vantage Bank bereits ihre eigenen digitalen Dollars auf Ethereum, während die Großbank JPMorgan einen Test mit einem eigenen Token auf dem Base-Netzwerk von Coinbase durchführte. Banken scheinen damit schrittweise eine Alternative zu Stablecoins wie USDT von Tether und USDC von Circle aufzubauen.
Die Probe von VersaBank läuft bis Ende 2025. Danach will die Bank die Genehmigung der amerikanischen Aufsichtsbehörde OCC einholen, um die Tokens auch wirklich öffentlich zugänglich zu machen. Ohne diese Genehmigung bleibt es bei einem Experiment.
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