Newsbit als Quelle wählen
Sieh unsere Artikel öfter ganz oben in Google News und Top Stories. Einmal einstellen, immer zuerst informiert.
Bei JPMorgan hat sich der Ton komplett gedreht. Dachte die Bank bis letzte Woche noch, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) erst im Januar aktiv wird, rechnet sie nun doch mit einer Zinssenkung im Dezember. Auch der Markt ist schlagartig umgeschwenkt. Was hat sich in der Zwischenzeit verändert?
„Auch wenn die bevorstehende FOMC-Sitzung weiterhin eine knappe Angelegenheit bleibt, gehen wir nun davon aus, dass die jüngsten Äußerungen von Fed-Vertretern die Chancen zugunsten einer Zinssenkung in zwei Wochen verschoben haben“, schrieb Michael Feroli, Chefökonom für die USA bei J.P. Morgan, in einem Bericht.
Vor allem die Rede von John Williams, Präsident der New York Fed und stellvertretender Vorsitzender des geldpolitischen Ausschusses, scheint eine wichtige Rolle gespielt zu haben.
Er sagte, dass sich der Arbeitsmarkt weiter abkühle und die Risiken für die Beschäftigung zunehmen. Zugleich seien die Aufwärtsrisiken für die Inflation laut Williams etwas zurückgegangen. Aufgrund dieser veränderten Balance sehe er „Spielraum für eine weitere kurzfristige Anpassung“, um die Geldpolitik näher an ein neutrales Niveau heranzuführen.
Goldman Sachs schließt sich der Einschätzung von JPMorgan an. Die Bank schreibt, dass der verspätet veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für September „den Ausschlag gegeben haben könnte“ für eine Zinssenkung im Dezember. Zudem betont Goldman Sachs, dass Williams’ Haltung wahrscheinlich der von Fed-Chef Jerome Powell und einer Mehrheit der Notenbanker entspricht.
Am vergangenen Donnerstag wurde bekannt, dass im September 119.000 neue Stellen geschaffen wurden, während nur ein Zuwachs von 51.000 erwartet worden war. Allerdings wurde die Zahl für August deutlich nach unten revidiert: Statt eines Zuwachses von zunächst gemeldeten 22.000 Stellen verzeichnete der Monat nun einen Rückgang um 4.000. Die Arbeitslosenquote fiel mit 4,4 Prozent höher aus als erwartet – der höchste Stand seit fast vier Jahren.
Am Futures-Markt hat die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung eine drastische Wende vollzogen. Vor einer Woche wurde die Chance auf eine Senkung noch auf unter 30 Prozent geschätzt. Heute liegt sie bei fast 85 Prozent, wie Daten der CME Group zeigen.
Der neu entflammte Optimismus scheint ein wichtiger Treiber für die Erholung an Aktien- und Kryptomarkt zu sein. Gestern erlebte Bitcoin (BTC) den besten Tag seit über sechs Wochen, und heute Morgen wurde erstmals seit einer Woche wieder die Marke von 92.000 Dollar erreicht.
Bereits im September und Oktober hatte die Fed die Zinsen gesenkt (beide Male um 25 Basispunkte). Das ist eine gute Nachricht für risikoreiche Anlagen wie Krypto: Wird Geld billiger, steigt die umlaufende Menge, und es steht mehr Kapital zur Verfügung, das auf Renditejagd gehen kann.
Spanien verbietet anonyme Bitcoin-Transaktionen an Krypto-Automaten. Ab Oktober müssen sich Nutzer auch bei kleinen Beträgen ausweisen. Diese Änderungen gelten künftig.
Ein Jahr nach dem Krypto-Crash: Wie Milliarden verloren gingen, Händler getroffen wurden und Probleme bei Binance den Kursrutsch an jenem Tag verschärften.
Vermögende Anleger ziehen Bitcoin zunehmend als langfristige Anlage in Betracht. Viele wohlhabende Familien halten sich jedoch vorerst weiterhin vollständig zurück.
Ein KI-Modell prognostiziert für XRP bis Ende Oktober einen möglichen Kursanstieg auf 1,67 US-Dollar. Mehrere positive technische Signale stützen die Prognose.
Peter Brandt sieht neue Chancen für XRP, während Großinvestoren zukaufen und US-XRP-ETFs seit Wochen starke Zuflüsse verzeichnen.
Peter Brandt hält einen Bitcoin-Anstieg bis 2029 auf 600.000 Dollar für möglich, warnt zuvor aber vor einer kräftigen Korrektur.