Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, könnte in diesem Jahr Bitcoin (BTC) im Wert von fast 30 Milliarden Dollar erwerben. Das geht aus einem neuen Bericht von JPMorgan hervor. Damit scheint die aggressive Bitcoin-Strategie des Unternehmens erneut an Fahrt zu gewinnen.
Laut der Bank hat Strategy in diesem Jahr bereits 145.834 BTC gekauft, was einem Wert von etwa 11 Milliarden Dollar entspricht. Ein Großteil dieser Käufe erfolgte, als der Bitcoin-Kurs noch unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 75.000 Dollar lag. JPMorgan geht davon aus, dass das Unternehmen seine Käufe weiter steigern wird, da der Markt wieder anzieht.
Bitcoin-Kurs profitiert von aggressiver Strategie
Die Analysten von JPMorgan betonen, dass es nicht nur um die enorme Menge an Bitcoin geht, die Strategy besitzt, sondern vor allem um das Tempo, mit dem das Unternehmen weiterhin kauft. Im April soll das Unternehmen die Käufe erneut beschleunigt haben.
Laut JPMorgan nutzt Strategy geschickt schwache Momente auf dem Markt aus. Wenn der Bitcoin-Kurs vorübergehend sinkt und die Finanzierung günstig ist, ergreift das Unternehmen sofort die Gelegenheit, zusätzliche BTC zu kaufen.
Dieses Modell funktioniert, da die Aktie von Strategy nach wie vor mit einem erheblichen Aufschlag über dem Wert seiner Bitcoin-Reserven gehandelt wird. Dieser Aufschlag liegt laut JPMorgan derzeit bei rund 26 Prozent. Dadurch kann das Unternehmen relativ einfach neues Kapital durch Aktien oder Schuldverschreibungen aufnehmen und anschließend erneut Bitcoin anhäufen.
Strategy besitzt mittlerweile mehr als 818.000 Bitcoin
Am 5. Mai meldete Strategy, dass es mittlerweile 818.334 BTC besitzt. Damit wuchs der Bitcoin-Bestand in diesem Jahr bereits um 22 Prozent. Zudem beschaffte das Unternehmen 2026 bereits 11,68 Milliarden Dollar an neuem Kapital.
CEO Phong Le erklärte, dass die Bitcoin-Adoption weiter an Fahrt gewinnt und verwies auf die starke Nachfrage nach den Finanzprodukten des Unternehmens. Besonders das sogenannte STRC-Programm erweist sich laut ihm als erfolgreich dank hoher Liquidität und relativ niedriger Volatilität.
Finanzvorstand Andrew Kang bezeichnete Strategy sogar als den „dominanten Herausgeber digitaler Kreditprodukte“ weltweit. Seiner Meinung nach wird diese Position durch eine „festungsartige Bitcoin-Bilanz“ gestützt.
Große Risiken bleiben bestehen
Trotzdem birgt die Strategie auch klare Risiken. Im ersten Quartal meldete Strategy einen Nettoverlust von 12,54 Milliarden Dollar. Dieser Verlust resultierte größtenteils aus einem nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden Dollar auf digitalen Vermögenswerten.
Darüber hinaus bleibt das Unternehmen verpflichtet, Dividenden auf Vorzugsaktien auszuschütten. In früheren Erklärungen deutete Michael Saylor bereits an, dass Strategy in Zukunft möglicherweise Bitcoin verkaufen muss, um diese Verpflichtungen zu erfüllen. Kurz darauf fasste er die Strategie des Unternehmens in sechs Worten zusammen: „Kaufe mehr Bitcoin als du verkaufst.“
Inzwischen blickt der Markt gespannt auf den nächsten Schritt von Strategy. Sollte das derzeitige Kauftempo anhalten, könnte das Unternehmen zu einem noch dominanteren Akteur auf dem Bitcoin-Markt werden. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 79.934 Dollar.
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