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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat bestätigt, dass El Salvador in den Verhandlungen über den Verkauf der staatlichen Wallet Chivo weiter vorangeschritten ist. Diese digitale Geldbörse wurde von der Regierung für Bitcoin-Zahlungen genutzt. Gleichzeitig bleibt unklar, inwieweit das Land sich an die Vereinbarungen mit dem IWF hält, um seine Bitcoin-Politik abzubauen.
Laut IWF befinden sich die Gespräche über den Verkauf der Chivo-Wallet in einem fortgeschrittenen Stadium. Die salvadorianische Regierung diskutiert weiterhin ihre Bitcoin-Politik mit Vertretern des Fonds. Dabei gibt es separate Gespräche über den Verkauf von Chivo und die Rolle von Bitcoin innerhalb der Wirtschaftspolitik des Landes.
Der IWF gab an, keine inhaltlichen Details zu den Verhandlungen preisgeben zu können. Es wurde jedoch bestätigt, dass der Verkauf der staatlichen Wallet Teil umfassenderer Vereinbarungen zwischen El Salvador und dem Fonds ist.
Die Verhandlungen sind Teil eines Abkommens, das El Salvador im Mai mit dem IWF abgeschlossen hat. Das Land qualifizierte sich für ein Darlehen in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar, von dem bereits 120 Millionen Dollar ausgezahlt wurden. Im Gegenzug versprach die Regierung, ihr Engagement in Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu begrenzen.
Zu diesen Vereinbarungen gehört unter anderem, dass die Regierung aufhört, Bitcoin zu kaufen, die Chivo-Wallet abbaut und die Nutzung von Bitcoin für Unternehmen und Bürger freiwillig macht.
Trotz dieser Vereinbarungen ist unklar, ob El Salvador sich daran hält. Der IWF berichtete zuvor, dass das Land seit Dezember 2024 keinen neuen Bitcoin mehr gekauft hat. Gleichzeitig veröffentlichen offizielle Stellen weiterhin Berichte über Neuanschaffungen.
Im November wurde bekannt, dass El Salvador mehr als 1.000 Bitcoin erworben hatte, mit einem geschätzten Wert von etwa 100 Millionen Dollar. Diese widersprüchlichen Signale sorgen für Unsicherheit über die Umsetzung des IWF-Abkommens.
El Salvador erkannte 2021 Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel an und schrieb damit Geschichte. Präsident Nayib Bukele spielt eine zentrale Rolle in dieser Strategie und sieht Bitcoin als ein wichtiges Instrument für wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Unabhängigkeit.
Laut Angaben des Bitcoin Office besitzt die salvadorianische Regierung derzeit 7.509 Bitcoin. Basierend auf dem aktuellen Marktpreis entspricht dies einem Wert von etwa 659 Millionen Dollar.
Trotz der Vereinbarungen mit dem IWF erklärte Präsident Bukele zuvor, dass El Salvador an seiner Bitcoin-Strategie festhält. Laut ihm würde die Regierung täglich mindestens einen Bitcoin kaufen.
Was dies für die Darlehensvereinbarung mit dem IWF und die zukünftige finanzielle Unterstützung El Salvadors bedeutet, ist noch unklar. Es scheint jedoch, dass das Land weiterhin zwischen internationalen finanziellen Bedingungen und einer klaren Entscheidung für Bitcoin balanciert.
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