Der Insolvenzverwalter des bankrotten Kryptounternehmens Prime Trust hat eine Klage gegen Swan Bitcoin eingereicht. Laut der Klage nutzte das Unternehmen Insiderwissen aus, um kurz vor der Insolvenz fast 12.000 Bitcoin (BTC) und Millionen Dollar an anderen Vermögenswerten zu sichern.
Die Klage wurde beim Insolvenzgericht in Delaware eingereicht. Der Insolvenzverwalter wirft Electric Solidus, der Muttergesellschaft von Swan Bitcoin, vor, große Mengen an Vermögenswerten abgezogen zu haben, während Prime Trust bereits in schweren finanziellen Schwierigkeiten steckte.
Es handelt sich unter anderem um 11.994 Bitcoin mit einem aktuellen Wert von etwa 923 Millionen Dollar. Darüber hinaus sollen 24,6 Millionen Dollar in bar, etwa 5 Millionen USDT sowie kleinere Mengen anderer Kryptowährungen abgezogen worden sein.
Swan Bitcoin soll Insiderwissen genutzt haben
Gemäß der Klage spielte ein leitender Manager von Prime Trust eine wichtige Rolle in den Ereignissen. Dieser Mitarbeiter arbeitete gleichzeitig auch als bezahlter Berater für Swan Bitcoin durch eine bereits seit 2019 bestehende Vereinbarung.
Der Insolvenzverwalter behauptet, dass der Manager Zugang zu vertraulichen Informationen über die finanzielle Lage von Prime Trust hatte und dieses Wissen möglicherweise nutzte, um Swan zu helfen, seine Vermögenswerte zu sichern, bevor das Unternehmen in Konkurs ging.
Vier Tage bevor Prime Trust mit den Aufsichtsbehörden in Nevada Gespräche führte, soll der Manager einen verschlüsselten Chat mit Swan-Chef Cory Klippsten gestartet haben. Nachrichten in diesem Chat wurden automatisch nach 24 Stunden gelöscht.
Der Klage zufolge wurde diese Funktion direkt deaktiviert, nachdem Swan mehr als 10.000 Bitcoin von Prime Trust abgehoben hatte.
Prime Trust richtete spezielles Konto ein
Der Insolvenzverwalter wirft Prime Trust außerdem vor, kurz vor der Insolvenz ein neues internes Konto namens „PT FBO Swan Customers“ eingerichtet zu haben.
Dieses Konto existierte zuvor nicht und soll laut Insolvenzverwalter so eingerichtet worden sein, dass es den Anschein erweckte, als wären die Vermögenswerte der Swan-Kunden immer getrennt in einem Treuhandkonto aufbewahrt worden.
„In Wirklichkeit waren diese Vermögenswerte jedoch nicht in einem Treuhandkonto zugunsten der Swan-Kunden untergebracht“, heißt es in der Klage.
Der Insolvenzverwalter behauptet, dass diese Konstruktion es schwieriger machen würde, die Vermögenswerte später im Rahmen der Insolvenz zurückzufordern.
Insolvenzverwalter fordert vollständige Rückzahlung
Der Insolvenzverwalter versucht nun, gerichtlich alle übertragenen Vermögenswerte für die Gläubiger und betroffenen Kunden von Prime Trust zurückzuholen.
Darüber hinaus fordert der Insolvenzverwalter das Gericht auf, zukünftige Ansprüche von Swan Bitcoin gegen die Insolvenzmasse abzulehnen, bis alle Vermögenswerte zurückgezahlt sind.
Die Klage ist ein weiteres bemerkenswertes Kapitel in der Folge der großen Probleme in der Kryptobranche, in der seit 2022 mehrere Unternehmen nach schweren Marktverlusten und Liquiditätsproblemen insolvent gingen.
Promoter des Milliarden-Skandals HyperFund gesteht Schuld im US-Betrugsfall
Rodney Burton, besser bekannt als „Bitcoin Rodney“, hat in den USA seine Schuld im Zusammenhang mit dem großangelegten HyperFund-Krypto-Betrug gestanden.
Quellen: Christine Lagarde könnte Binance-Lizenz in Europa blockieren
Quellen zufolge spielte EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine Rolle bei den Problemen von Binance in Europa. Frankreich gilt nun als letzte Option.
SEC plant Abschaffung jahrzehntealter Börsenregel: Krypto als Gewinner
Die SEC plant die Abschaffung einer jahrzehntealten Börsenregel. Dies könnte besonders den Markt für getokenisierte Aktien erheblich ankurbeln.
Meist gelesen
Kann der XRP-Kurs auf 10.000 Dollar steigen? Das sagt ein Analyst
Wird der Wert von XRP durch Spekulation oder echten Einsatz bestimmt? Analyst Eri erklärt, wie kollektives Vertrauen den Kurs beeinflusst.
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Analyst sieht bedeutendes Signal für XRP: ‚Ein Gigapump steht bevor‘
Ein Analyst prognostiziert einen bedeutenden Kursanstieg für XRP und verweist auf eine wichtige Unterstützungsmarke. Es handelt sich jedoch um eine spekulative Einschätzung.
