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Die amerikanischen Erzeugerpreise (PPI) sind im März unerwartet um 0,4% gefallen, das ist der stärkste Rückgang seit Oktober 2023. Zusammen mit dem zuvor veröffentlichten CPI-Bericht, der ebenfalls niedrigere Verbraucherpreise zeigte, deutet dies auf einen abnehmenden Inflationsdruck hin.
Analysten sprechen vorsichtig von einer möglichen Trendwende. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Federal Reserve am 6. oder 7. Mai doch zu einer lang erwarteten Zinssenkung übergeht.
Vor allem die Energiepreise drückten den Index: Sie fielen um 4%, während auch die Lebensmittelpreise um 2,1% zurückgingen. Die Preise für Dienstleistungen sanken um 0,2% – der größte Rückgang seit Juli des letzten Jahres. Selbst der Kern-PPI, aus dem Lebensmittel und Energie ausgeklammert sind, fiel leicht um 0,1%, gegenüber einem erwarteten Anstieg von 0,3%.
Dennoch ist das Bild noch nicht eindeutig. Durch die Einführung neuer Importzölle unter Präsident Trump, insbesondere auf chinesische Waren, könnte später dieses Jahr dennoch ein Aufwärtsdruck auf die Preise entstehen. Die Tarife sind mittlerweile auf 145% erhöht worden, was die Produzenten möglicherweise zwingen wird, höhere Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Dennoch bleibt der Effekt vorerst begrenzt, auch dank niedriger Rohstoffpreise und abnehmender konsumtiver Ausgaben.
Auffällig ist, dass Bitcoin (BTC) weniger stark mit den Aktienmärkten schwankt. Während die Aktien gemischt auf die Inflationsnachrichten reagierten, stieg der BTC-Kurs kurzzeitig um 0,6% nach der Veröffentlichung des PPI-Zahlen. Marktanalysten sehen darin Anzeichen einer vorsichtigen Entkopplung, einer Loslösung zwischen der Kryptomarkt und den traditionellen Finanzmärkten. Bitcoin scheint schneller auf veränderte Zinserwartungen und makroökonomische Politik zu reagieren und entwickelt sich so zunehmend als eine unabhängige Vermögensklasse.
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