Die indische Regierung will ihre Anstrengungen rund um ihre Central Bank Digital Currency (CBDC), die digitale Rupie, verdoppeln. Das erklärte Handels- und Industrieminister Piyush Goyal bei einem Treffen in Doha, Katar. Zugleich bestätigte er, dass Indien die Nutzung privater Kryptowährungen weiterhin entmutigt.
Regierung setzt voll auf die digitale Rupie
Laut der Nachrichtenagentur ANI betonte Goyal, dass die von der Reserve Bank of India ausgegebene Digitalwährung Transaktionen einfacher und effizienter machen soll. Die Zentralbank testet die digitale Rupie bereits seit Ende 2022.
„Unsere Idee ist, dass dies den Zahlungsverkehr nicht nur erleichtern wird, sondern auch den Papierverbrauch reduziert und schneller ist als das Bankensystem – mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Transaktionen nachverfolgbar sind,“
so Goyal. Mit diesem Schritt untermauert Indien seine Präferenz für eine staatlich ausgegebene Digitalwährung. Das Land sieht in der digitalen Rupie eine moderne Alternative zu Bargeld und ein Mittel, um die Transparenz im Finanzsystem zu erhöhen.
Damit schlägt Indien einen anderen Weg ein als etwa die Vereinigten Staaten, wo der Entwicklung einer CBDC ein Riegel vorgeschoben wurde. Die Europäische Union arbeitet hingegen an einem digitalen Euro. Dessen Einführung könnte jedoch noch Jahre auf sich warten lassen
Hohe Steuerlast für private Kryptowährungen
Zwar verbietet Indien private Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) nicht vollständig, doch verfolgt die Regierung seit Jahren einen Abschreckungskurs. So werden Gewinne aus Krypto-Transaktionen stark besteuert, zudem gelten strenge Meldepflichten für Börsen und Nutzer.
Laut Reuters verzichtete die indische Regierung im September auf eine umfassende Kryptogesetzgebung. Regulierung käme dem Kabinett zufolge einer „Legitimierung“ privater digitaler Vermögenswerte gleich, was den Kurs der Zurückhaltung weiter unterstreicht.
Dennoch zählt Indien weltweit weiterhin zu den aktivsten Ländern bei der Kryptonutzung. Eine Analyse von Chainalysis zeigt, dass Indien bereits zum zweiten Jahr in Folge an der Spitze des globalen Rankings für private Kryptoaktivität steht. Die Asien-Pazifik-Region festigt damit ihre Position als globaler Hub für digitale Transaktionen über Retail- wie auch institutionelle Kanäle, einschließlich DeFi-Plattformen.
Mit der Verdopplung des Engagements für die digitale Rupie macht Indien deutlich, dass es Innovationen bei digitalen Zahlungen vorantreiben will,
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