Die Internationale Energieagentur (IEA) plant die größte Freigabe strategischer Ölreserven in der Geschichte. Bei einem Dringlichkeitstreffen am Dienstag präsentierte die Agentur einen Plan, der den Rekord von 182 Millionen Barrel aus dem Jahr 2022 übertreffen soll, als Reserven nach der russischen Invasion in der Ukraine freigegeben wurden.

Die 32 Mitgliedsstaaten entscheiden am Mittwoch. Doch der Plan ist anfällig: Schon ein einziges Land, das Einspruch erhebt, kann die gesamte Freigabe verzögern.

Dringlichkeitstreffen in Paris

Der Vorschlag wurde am Dienstagabend unter Energieverantwortlichen bei einem Dringlichkeitstreffen verbreitet, berichtet das Wall Street Journal. Die G7-Staaten hatten die IEA bereits zu Wochenbeginn gebeten, Szenarien vorzubereiten. Der französische Finanzminister Lescure bestätigte, dass die Länder bereitstehen, Reserven einzusetzen, falls nötig.

Die 32 IEA-Mitgliedsstaaten verfügen gemeinsam über mindestens 1,2 Milliarden Barrel Öl in Notreserven. Am Mittwoch stimmen sie über den Vorschlag ab. Dieser wird angenommen, sofern kein Land Einspruch erhebt, doch selbst ein einziges Veto kann den Plan verzögern.

Warum jetzt?

Der Konflikt um Iran hat die weltweite Ölversorgung an mehreren Fronten getroffen. Die Straße von Hormus ist nahezu blockiert, wodurch Millionen von Barrel Öl und Kraftstoff auf Tankern feststecken, die die Passage nicht durchqueren können. Angriffe auf Raffinerien in der Region, darunter die größte der Emirate, haben die Produktionskapazität weiter beeinträchtigt.

Das Ergebnis ist, dass etwa 6% der weltweiten Ölproduktion weggefallen sind. Die Preise für Kerosin, Benzin, Diesel und Gas sind weltweit gestiegen. Brent-Öl erreichte vor zwei Tagen einen Höchststand von 119 Dollar pro Barrel und handelt nun um die 88 Dollar, auch wegen der Erwartung, dass Reserven freigegeben werden.

Fünfte Freigabe in der Geschichte, aber die größte

Die IEA hat in ihrer Geschichte bereits fünfmal strategische Reserven freigegeben: vor dem Ersten Golfkrieg, nach den Hurrikanen Rita und Katrina im Jahr 2005, beim Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal 2022 nach der Invasion der Ukraine.

Doch frühere Freigaben hatten nicht immer den gewünschten Effekt. 2022 stiegen die Ölpreise zunächst, da die Märkte die Freigabe als Zeichen interpretierten, dass die Krise ernster war als gedacht. Erst später halfen sie, die Preise zu senken.

Die Frage ist, ob es diesmal anders läuft. Solange die Straße von Hormus blockiert bleibt und der Konflikt anhält, verschwindet die Ursache des Mangels nicht. Reserven verschaffen Zeit, lösen das zugrunde liegende Problem jedoch nicht.

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