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In einem neuen Leitartikel in der Financial Times schreibt Chefökonom Martin Wolf, dass sich die Weltwirtschaft bisher besser behauptet hat, als viele Analysten befürchtet hatten. Seiner Meinung nach haben der Handelskrieg von Donald Trump und die vergangenen Störungen den Welthandel zwar verändert, aber nicht gebrochen.
Wolf präsentiert dies ausdrücklich als Analyse und Einschätzung in der Financial Times, nicht als unumstößliche Tatsache. Seine zentrale These ist, dass die Weltwirtschaft widerstandsfähiger ist als erwartet, obwohl er gleichzeitig davor warnt, dass neue Schocks, wie etwa ein Krieg mit Iran, diese Widerstandskraft erneut auf eine harte Probe stellen könnten.
In seinem Artikel verweist Wolf auf eine Untersuchung des McKinsey Global Institute, die seiner Meinung nach zeigt, dass der Welthandel mit Gütern im Jahr 2025 überraschend stark blieb, sich jedoch deutlich in der Form verschob.
Er schreibt, dass:
Laut Wolf zeigt dies, dass sich der internationale Handel an politische Schocks anpasst, anstatt vollständig zusammenzubrechen.
Ein zentraler Punkt in seiner Kolumne ist das Aufkommen des KI-bezogenen Handels. Wolf schreibt, dass insbesondere der Versand von Chips und Geräten für Rechenzentren zu den größten Treibern des Welthandels wurde.

Er meint damit, dass der KI-Boom nicht nur eine technologische, sondern auch eine handelspolitische Geschichte ist. Asiatische Produktionsländer wie Taiwan, Südkorea und Teile Südostasiens profitierten laut ihm stark davon.
Wolf äußert sich in seiner Kolumne kritisch über Donald Trump. Er nennt dessen Zollpolitik irrational und unberechenbar, fügt aber hinzu, dass der Schaden geringer ausfiel, als viele erwartet hatten.
Eine wichtige Ursache dafür sei seiner Meinung nach, dass:
Damit kommt Wolf zu einem bemerkenswerten Schluss. Seiner Ansicht nach ist die Weltwirtschaft widerstandsfähiger, als viele dachten, gerade weil der Rest der Welt sich nicht vollständig auf die amerikanische Störpolitik einließ.
Der Leitartikel ist nicht nur optimistisch. Wolf fragt sich auch, ob der Krieg mit Iran im Jahr 2026 letztlich nicht mehr Schaden anrichten wird als der Zollkrieg von 2025. Er vermutet das nicht, stellt aber fest, dass die Unsicherheit groß bleibt.
Seine politische Schlussfolgerung ist möglicherweise noch härter als seine wirtschaftliche Analyse. Wolf schreibt in der Financial Times, dass die Vereinigten Staaten seiner Meinung nach keine glaubwürdige Weltmacht mehr sind. Die USA seien in seinen Augen vom Stabilitätsanker zu einer unberechenbaren Abrissbirne geworden.
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