Das neue Jahr hat kaum begonnen, da steht der Kryptomarkt bereits vor einem umfassenden Sicherheitsvorfall. Laut dem On-Chain-Forscher ZachXBT wurden Hunderte von Krypto-Wallets auf EVM-kompatiblen Netzwerken in einem scheinbar koordinierten Angriff geleert.

Wie viel wurde gestohlen?
Bisher wurden etwa 107.000 Dollar erbeutet. Die einzelnen Verluste sind mit durchschnittlich rund 2.000 Dollar pro Wallet relativ klein, doch der Umfang des Angriffs macht die Gesamtsumme erheblich.
Die Täter oder der Täter sind noch unbekannt und auch die genaue Schwachstelle wurde bislang nicht identifiziert.
Was wissen wir?
- Der Angriff zielt auf Wallets über mehrere EVM-Ketten hinweg ab
- Betrifft hauptsächlich Wallets mit kleinen Guthaben
- Der Exploit ist noch aktiv, da der Zugangspunkt unbekannt ist
- Eine verdächtige Wallet wurde von ZachXBT öffentlich geteilt
Die Tatsache, dass der Angriff kettenübergreifend ist, macht den Vorfall besonders besorgniserregend. EVM-Netzwerke teilen dieselben technischen Standards für Transaktionen, Signaturen und Berechtigungen. Diese Interoperabilität ist eine Stärke des Ökosystems, erweist sich hier jedoch als Schwachstelle.
Warum das wichtig ist
Obwohl der absolute Schaden im Vergleich zu großen Protokollhacks begrenzt erscheint, trifft dieser Exploit einen fundamentalen Vertrauenspunkt: die Selbstverwaltung des eigenen Krypto-Vermögens.
Viele Nutzer verwenden Wallets, die auf mehreren EVM-Netzwerken aktiv sind. Läuft ein Angriff über einen gemeinsamen Standard oder eine Softwareebene, kann sich dies rasend schnell im gesamten Ökosystem ausbreiten. Das macht diese Art von Vorfall gefährlicher als einen isolierten Hack eines einzelnen Protokolls.
Keine Systemkrise, aber ein Signal
Dieser Exploit ist keine Systemkrise, aber ein Signal. In einem Markt, der reifen und institutionelles Kapital anziehen möchte, bleiben solche Vorfälle ein Hemmnis für Vertrauen und Adoption.
Solange die Ursache nicht festgestellt ist, ist Vorsicht geboten. Besonders bei Wallets, die auf mehreren EVM-Netzwerken aktiv sind. Das neue Jahr beginnt somit mit einer ernüchternden Realität: Sicherheit bleibt eine Schwachstelle von Krypto.
Krypto-Wallet mit 650.000 Nutzern stellt nach Sicherheitslücke den Betrieb ein
Ctrl Wallet, eine Non-Custodial-Multichain-Wallet, mit der Nutzer ihre digitalen Vermögenswerte selbst verwalten, stellt den Betrieb endgültig ein.
Krypto-Hacks fast halbiert – Experten warnen vor wachsender Gefahr
Der gesamte finanzielle Schaden durch Cyberangriffe auf die Blockchain-Branche ist im ersten Halbjahr 2026 um 46,8 Prozent auf 1,31 Milliarden US-Dollar gesunken.
Sicherheitslücke gefährdet Tausende Krypto-Wallets
Tausende Krypto-Wallets könnten wegen einer Sicherheitslücke bei der Erstellung sogenannter Seed-Phrases für Diebstahl anfällig sein.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
