Hongkong hat einen neuen Pilotversuch mit der digitalen Zentralbankwährung e-HKD gestartet. Der Versuch ist Teil der zweiten Phase des e-HKD-Programms und untersucht, wie Blockchain-Technologie für internationale Transaktionen eingesetzt werden kann. Visa, Chainlink und verschiedene Finanzinstitutionen beteiligen sich an dem Experiment.
e-HKD-Pilot simuliert internationalen Kauf digitaler Vermögenswerte
Während des Tests tätigt ein australischer Investor einen Kauf digitaler Vermögenswerte in Hongkong, wobei er mit einer an den australischen Dollar gebundenen Stablecoin bezahlt. Die Zahlung erfolgt über mehrere Blockchain-Netzwerke, sowohl offene als auch geschlossene. Schließlich erhält der Käufer seine Investition in Form von e-HKD, der digitalen Währung der Zentralbank von Hongkong.
Chainlink stellt mit seinem Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) die technische Infrastruktur bereit. Dieses Protokoll funktioniert bereits auf Dutzenden von Blockchains und ermöglicht eine sichere Übertragung von Werten zwischen verschiedenen Netzwerken. Der Versuch läuft auf dem Ethereum-Testnetz Sepolia.
Visa unterstützt das Projekt zusammen mit Finanzpartnern wie ANZ Bank, ChinaAMC und Fidelity International. Die Zusammenarbeit erforscht, wie geschlossene Blockchains — bekannt für ihre Überprüfbarkeit — mit öffentlichen, dezentralen Netzwerken integriert werden können.
Hongkong investiert weiterhin in CBDCs trotz globaler Zurückhaltung
Während das weltweite Interesse an digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) zu schwinden scheint, setzt Hongkong weiterhin auf Innovation. Untersuchungen zeigen, dass nur achtzehn Prozent der Zentralbanken aktiv an einer eigenen digitalen Währung arbeiten. Dennoch zeigen sich unter anderem Israel und die Europäische Union entschlossen, ihre CBDC-Initiativen fortzusetzen.
Die Ergebnisse dieses Hongkonger Pilots werden Ende 2025 erwartet. Die Erkenntnisse sollen klären, ob der e-HKD für grenzüberschreitende Nutzung innerhalb einer hybriden Blockchain-Umgebung geeignet ist.
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