In den Anfangsjahren fand das Mining von Bitcoins (BTC) oft auf Dachböden statt. Doch mit dem explosionsartigen Wachstum stieg auch die Professionalität im Mining. Inzwischen ist daraus ein Milliardengeschäft geworden, mit börsennotierten Unternehmen, die sich vollständig darauf spezialisiert haben. Die Chancen, dass sich ein Hobby-Miner hier noch durchsetzen kann, sind entsprechend gering. Dennoch gelingt es vereinzelt jemandem, ein Stück vom Belohnungskuchen zu ergattern.
Chance auf „BTC-Jackpot“ nur 1 zu 1,2 Millionen
Am vergangenen Freitag soll es laut X-Nutzer Con Kolivas einem Hobby-Miner mit eigener Mining-Setup gelungen sein, den Block mit Transaktionen gegen die großen Player am Markt zu gewinnen. Dieser seltene Vorfall sorgte dafür, dass der Miner sich die vollständige Belohnung von 3,125 BTC sichern konnte. Beim aktuellen Bitcoin Kurs entspricht das einem Wert von gut 264.000 US-Dollar beziehungsweise 229.000 Euro.
Der Gewinn ist umso bemerkenswerter, weil dieser Miner „nur“ 1,2 Terahashes pro Sekunde liefern kann. Das ist lediglich ein Bruchteil der Rechenleistung, die börsennotierte Miner dauerhaft bereitstellen. Sie liefern Exahashes, also bereits eine Billion Mal mehr. Eine Berechnung von Kolivas ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Erfolg bei rund 1 zu 1,2 Millionen liegt.
Verschiebungen in der Welt der Miner
In der Mining-Welt sind derzeit mehrere Verschiebungen zu beobachten. In den vergangenen Monaten konnten wir etwa einmal pro Monat sehen, wie ein Solo-Miner eine Blockbelohnung einstrich. Da viele Solo-Miner im Alleingang keine Chance haben, schließen sie sich in der Regel einem Mining-Pool an. Damit erhöhen sie zwar ihre Gewinnchancen, erhalten im Erfolgsfall aber nur einen Teil der gesamten Belohnung.
Hinzu kommt, dass die größte Kryptowährung der Welt dem sogenannten Bitcoin Halving folgt – einem Ereignis, das ungefähr alle vier Jahre eintritt. Dabei wird die Belohnung für Miner halbiert. In der Folge sind für viele kleine Miner die Margen so stark geschrumpft, dass sie gezwungen waren, aufzugeben. Größere Miner haben mehr Spielraum, suchten aber dennoch nach alternativen Einnahmequellen.
So zeigte CleanSpark bereits, dass das Unternehmen auch im Bereich der artificial intelligence (AI) aktiv wird. Für ihre Entwicklung benötigt diese Branche enorme Rechenleistung – genau das, was Miner im Überfluss anbieten können. Sobald AI-bezogene Aktivitäten höhere Erlöse bringen, ist es naheliegend, dass sie sich stärker in diesem Feld engagieren. Kurz gesagt: Die großen Miner stellen ihre Aktivitäten nicht ein, erschließen sich aber zusätzliche Einnahmequellen.
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