Das US-Unternehmen CleanSpark, an der Nasdaq notiert, will mehr als eine Milliarde Dollar aufnehmen, um sein Geschäft deutlich auszubauen. Die Firma gehört zu den größten Bitcoin (BTC) Miner der Welt und sieht Künstliche Intelligenz als neuen Wachstumsmarkt. Die Frage ist, ob dieser Schritt den Druck nach dem jüngsten Bitcoin-Halving lindern kann.
460 Millionen für Aktienrückkäufe
CleanSpark hat angekündigt, rund 1,15 Milliarden Dollar über eine besondere Form von Wandelanleihen aufzunehmen, die später in Aktien umgewandelt werden können. Nach Abzug der Kosten rechnet CleanSpark mit etwa 1,13 Milliarden Dollar – und sogar mit 1,28 Milliarden Dollar, falls zusätzliche Optionen genutzt werden.
Der Verkauf dieser Anleihen soll voraussichtlich am 13. November abgeschlossen werden, vorbehaltlich der letzten Genehmigungen.
Von dieser Summe fließen 460 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe zum Preis von 15,03 Dollar je Aktie. Der Rest ist für den Ausbau von Flächen und Energiekapazitäten, neue Rechenzentren, die Schuldentilgung und allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.
Es ist nicht das erste Mal, dass CleanSpark auf diesem Weg Geld einsammelt. Bereits im Dezember vergangenen Jahres beschaffte das Unternehmen 550 Millionen Dollar über eine ähnliche Struktur.
Halving 2024 setzt die Gewinnmargen der Miner unter Druck
Laut Daten von Bitcoinminingstock verfügt CleanSpark derzeit über eine operative Hashrate von 46,6 Exahash pro Sekunde. Damit ist das Unternehmen weltweit die Nummer zwei, direkt hinter Marathon Holdings.

Immer mehr Bitcoin-Miner erweitern ihr Geschäft in Richtung AI-Infrastruktur. Die wachsende Nachfrage nach Rechenkapazität macht diesen Schritt attraktiv. Seit dem Halving 2024 hat sich die Belohnung fürs Bitcoin-Mining halbiert, die Gewinnmargen stehen entsprechend stärker unter Druck.
Die CleanSpark-Aktie legte im Oktober um 13 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine AI-Pläne vorgestellt hatte. “Wir haben unser gesamtes Portfolio überprüft, um zu sehen, wo AI am besten passt, und sehen vor allem in Georgia große Chancen,” sagte CEO Scott Garrison zuvor.
Auch andere Mining-Unternehmen schlagen diesen Weg ein. So schloss IREN Anfang November einen Fünfjahresvertrag über 9,7 Milliarden Dollar mit Microsoft, um Nvidia GPUs zu hosten. Core Scientific unterzeichnete zuvor einen Deal über 3,5 Milliarden Dollar mit dem AI-Cloud-Anbieter CoreWeave.
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