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Haun Ventures hat 1 Milliarde Dollar an neuem Kapital eingesammelt, um in die Zukunft des Finanzsektors zu investieren. Das gab das Investmentfonds am Montag bekannt. Laut dem Unternehmen steht die globale Finanzinfrastruktur vor bedeutenden Veränderungen, bei denen digitale Assets und künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle spielen.
Das Fonds wird von Katie Haun geleitet, einer ehemaligen Staatsanwältin beim US-Justizministerium und Ex-Direktorin bei dem Kryptounternehmen Coinbase. Mit dem neuen Kapital konzentriert sich Haun Ventures auf drei Schwerpunkte: die Entwicklung neuer Finanzsysteme, die Digitalisierung traditioneller Vermögenswerte und das Entstehen einer Wirtschaft, in der KI eigenständig Transaktionen durchführt.
Die Investition erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem digitale Assets, wie Kryptowährungen, zu einem Markt von mehreren Billionen Dollar herangewachsen sind. Auch die Nutzung von Stablecoins nimmt stark zu. Diese sind digitale Coins, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.
Laut Haun Ventures erreichte das weltweite Transaktionsvolumen von Stablecoins bereits 2025 Beträge von mehreren Billionen Dollar. Damit nähert es sich den Gesamtvolumen großer Zahlungsnetzwerke wie Visa und Mastercard an.
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die sogenannte Tokenisierung von Vermögenswerten. Dabei werden traditionelle Vermögenswerte, wie Aktien, Währungen und Rohstoffe, digital auf einer Blockchain erfasst.
Dies ermöglicht es, diese Vermögenswerte schneller und einfacher weltweit zu handeln, ohne auf die bestehende Finanzinfrastruktur angewiesen zu sein. Laut Haun Ventures kann dies zu mehr Effizienz und einem besseren Zugang zu Finanzmärkten führen.
Neben Krypto sieht das Fonds auch großes Potenzial in der künstlichen Intelligenz. Künftig werden KI-Systeme immer häufiger eigenständig Finanztransaktionen durchführen, wie Zahlungen abwickeln oder Kredite bewerten.
Diese Entwicklung erfordert neue Systeme, die speziell für Maschinen konzipiert sind. Dazu gehören digitale Identitäten, Zahlungssysteme und Sicherheitslösungen, die für KI-Anwendungen geeignet sind.
Haun betont, dass ihr Unternehmen sich nicht ausschließlich auf KI als eigenständige Technologie konzentriert, sondern auf die Kombination mit Krypto. „Wir entwickeln KI in unserem eigenen Fachgebiet“, erklärte sie in einem Statement.
Haun Ventures investierte bereits in Unternehmen wie Bitwise und Chainalysis, die beide in der Kryptobranche tätig sind. Auch war das Fonds an der Erebor Bank beteiligt, die von Unternehmer Palmer Luckey gegründet wurde.
Außerdem realisierte das Unternehmen zwei bemerkenswerte Übernahmen im Stablecoin-Markt. So wurde BVNK von Mastercard für 1,8 Milliarden Dollar übernommen, und Stripe übernahm das Unternehmen Bridge für 1,1 Milliarden Dollar.
Mit der neuen Investition will Haun Ventures weiter an der nächsten Generation von Finanztechnologien arbeiten. Die Kombination von Krypto und KI wird dabei als wichtiger Motor für zukünftige Innovationen angesehen.
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