Der südkoreanische Tech-Gigant Kakao verkauft einen Großteil seiner Beteiligung am Kryptounternehmen Dunamu an die Hana Bank. Das Geschäft hat ein Volumen von etwa 1 Billion Won, umgerechnet rund 670 Millionen Dollar. Diese Transaktion unterstreicht das wachsende Interesse traditioneller Banken an Krypto und digitalen Vermögenswerten.
Laut einer Börsenmitteilung verkauft die Investitionstochter Kakao Investment einen Anteil von 6,55 Prozent an Dunamu an die Hana Bank. Die südkoreanische Bank bezahlt den gesamten Betrag in bar. Der Abschluss der Transaktion ist für Juni geplant.
Nach dem Verkauf behält Kakao noch einen Anteil von 4,03 Prozent an Dunamu. Vor der Transaktion hielt das Techunternehmen 10,58 Prozent der Anteile.
Kakao gab an, dass der Verkauf Teil einer breiteren Strategie sei, um zusätzliches Kapital für Investitionen in Künstliche Intelligenz und andere Zukunftstechnologien freizusetzen.
Hana Bank breitet ihre Crypto-Position aus
Hana Bank sieht die Investition in Dunamu als strategischen Schritt in Richtung digitaler Finanzsektor. Die Bank möchte ihre Position in dem weltweit rasant wachsenden Markt für Krypto und digitale Vermögenswerte stärken.
In den vergangenen Monaten hat die südkoreanische Bank bereits mehrere Schritte in Richtung Kryptosektor unternommen. Im März ging Hana Bank eine Kooperation mit der Kryptobörse Crypto.com ein, um Zahlungen mit Stablecoins für ausländische Besucher in Südkorea zu fördern.
Stablecoins sind Coins, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind. Dadurch schwankt ihr Wert in der Regel weniger stark als bei Coins wie Bitcoin oder Ethereum.
Dunamu wuchs durch den Erfolg von Upbit
Kakao investierte erstmals 2013 in Dunamu, kurz nach der Gründung des Unternehmens in Seoul. Zu dieser Zeit war Dunamu noch als Nachrichtenplattform tätig.
2014 wechselte das Unternehmen in den Fintech-Bereich mit der Einführung der Aktienplattform StockPlus. Der echte Durchbruch kam 2017 mit der Einführung der Kryptobörse Upbit.
Seitdem entwickelte sich Upbit zur größten Kryptobörse Südkoreas gemessen am täglichen Handelsvolumen. Der Erfolg der Handelsplattform führte dazu, dass die Mitbegründer Song Chi-hyung und Kim Hyoung-nyon zu Milliardären wurden.
Fusion mit Naver soll Fintech-Giganten schaffen
Der Verkauf von Kakaos Anteil folgt kurz auf eine weitere wichtige Entwicklung rund um Dunamu. Das Unternehmen kündigte kürzlich eine Fusion mit der Zahlungsdienstleistungs-Sparte des südkoreanischen Internetgiganten Naver an.
Diese Fusion soll im Juni abgeschlossen werden und bewertet das kombinierte Unternehmen auf etwa 13,6 Milliarden Dollar. Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau eines großen Fintech-Akteurs, der in mehreren Finanzmärkten aktiv wird.
Die neue Kombination möchte Dienstleistungen in den Bereichen Zahlungen, Versicherungen, Investitionen und Krypto-Handel anbieten. Damit entsteht ein starker Konkurrent für traditionelle Banken und internationale Fintech-Unternehmen.
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