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Zwei britische Männer mit Verbindungen zur berüchtigten Hackergruppe Scattered Spider sind zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Die Gruppe wird für groß angelegte Ransomware-Angriffe auf Unternehmen und Behörden im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten verantwortlich gemacht. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar; die Hacker erhielten Lösegeldzahlungen in Höhe von mehreren zehn Millionen Dollar, häufig in Bitcoin (BTC).

Scattered Spider griff weltweit Ziele an

Die beiden Angeklagten bekannten sich bereits bei ihrem ersten Gerichtstermin in Woolwich schuldig. Nach Angaben der britischen National Crime Agency (NCA) und der Polizei der City of London ist das Urteil ein wichtiger Schritt im internationalen Kampf gegen organisierte Cyberkriminalität.

Scattered Spider ist eine international agierende Hackergruppe, die für gezielte Ransomware-Angriffe auf große Unternehmen und staatliche Einrichtungen bekannt ist. Bei solchen Attacken werden Computersysteme verschlüsselt; die Opfer sollen anschließend Lösegeld zahlen, um wieder Zugriff auf ihre Daten zu erhalten.

Einer der bekanntesten Angriffe ereignete sich im September 2024, als die Hacker in die Systeme des öffentlichen Nahverkehrs in London eindrangen. Die Cyberattacke verursachte erhebliche Störungen und führte nach Angaben der britischen Behörden zu Schäden und Wiederherstellungskosten von rund 29 Millionen Pfund Sterling, umgerechnet knapp 39 Millionen Dollar.

Auch in den Vereinigten Staaten richtete die Gruppe erheblichen Schaden an. Nach Angaben des US-Justizministeriums erhielt Scattered Spider insgesamt rund 115 Millionen Dollar Lösegeld von mindestens 47 US-Unternehmen.

Zu den bekanntesten Opfern zählte Caesars Entertainment. Nachdem Hacker im September 2023 eine große Kundendatenbank erbeutet hatten, zahlte der Casinokonzern schließlich 15 Millionen Dollar in Bitcoin, um weiteren Schaden zu begrenzen.

Nach Darstellung der US-Staatsanwaltschaft trafen die Angriffe nicht nur kommerzielle Unternehmen, sondern auch Organisationen der kritischen Infrastruktur und sogar Teile des föderalen Justizsystems.

FBI stellte Krypto-Vermögen in Millionenhöhe sicher

Im Zuge der Ermittlungen gelang es dem FBI zudem, einen Teil der Beute zurückzuholen. Im Juli 2024 beschlagnahmten US-Behörden digitale Vermögenswerte im Wert von rund 36 Millionen Dollar aus Krypto-Wallets, die nach Angaben der Justiz von Mitgliedern von Scattered Spider kontrolliert wurden.

Das US-Justizministerium bringt die Hackergruppe inzwischen mit mindestens 120 einzelnen Cyberangriffen in Verbindung. Ermittler konnten mehrere Krypto-Wallets nachverfolgen und die dazugehörigen digitalen Vermögenswerte sichern.

Matthew Galeotti, damals kommissarischer Assistant Attorney General der Strafrechtsabteilung des US-Justizministeriums, erklärte, die Angriffe zeigten, wie groß die Bedrohung durch organisierte Cyberkriminalität geworden sei.

„Diese bösartigen Angriffe haben bei US-Unternehmen und Organisationen erhebliche Störungen verursacht, darunter in der kritischen Infrastruktur und im föderalen Justizsystem. Sie machen deutlich, wie erheblich und weiter wachsend die Bedrohung durch organisierte Cyberkriminelle ist.“

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