Bitcoin (BTC) ist inzwischen so tief gefallen, dass die Hälfte aller im Umlauf befindlichen Coins im Minus steht. Das ist seit Jahren nicht mehr vorgekommen und verdeutlicht, wie schwierig die aktuelle Phase für Bitcoin-Investoren ist. In diesem Schmerz liegt jedoch auch ein Funken Hoffnung.
10 Millionen Bitcoins im Minus
Analyst James van Straten teilte gestern auf dem sozialen Netzwerk X mit, dass nun ungefähr zehn Millionen Bitcoins unter Wasser stehen. Das bedeutet, dass der Bitcoin-Kurs gestern unter dem Niveau lag, auf dem all diese Coins zuletzt bewegt wurden.
Er weist darauf hin, dass seit dem 6. Februar weitere 70.000 BTC hinzugekommen sind. An diesem Tag erreichte der Bitcoin-Kurs seinen tiefsten Stand seit Oktober 2024 bei 60.000 Dollar. Gestern näherte sich der Kurs mit einem Tief von 62.500 Dollar diesem Wert, bevor er sich auf 65.000 Dollar erholte. Im Oktober wurde ein Hoch von über 126.000 Dollar erreicht.
Es wird also der Kurs betrachtet, zu dem ein Bitcoin zuletzt auf der Blockchain bewegt wurde. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er auch zu diesem Kurs gekauft wurde. Die Blockchain-Daten zeigen lediglich Transaktionen im Netzwerk und keine Aktivitäten an Krypto-Börsen.
Da in der Praxis viele Bitcoins kurz nach dem Kauf, beispielsweise in eine eigene Wallet, transferiert werden, fällt die letzte Bewegung relativ häufig mit einem tatsächlichen Kauf oder Verkauf zusammen.
Je mehr Bitcoins im Minus stehen, desto größer ist der finanzielle Druck auf dem Markt. Irgendwann hat fast jeder, der verkaufen wollte, verkauft. Wenn dann die Nachfrage zurückkehrt, kann der Kurs wieder steigen. Hohe Prozentsätze von Bitcoins im Verlust fallen oft mit einem Boden zusammen.
Kürzlich konnte man lesen, dass jede Bärenmarktphase ihren Boden erreichte, als sich die Menge der Bitcoins im Gewinn und im Verlust kreuzte. Dieser Punkt scheint nun erneut erreicht zu sein.
In der Grafik von Van Straten ist nur die Menge der im Verlust stehenden Coins dargestellt. Besonders wenn man auch die im Gewinn stehenden Mengen gegenüberstellt, wird das Bild noch klarer.
Niemand besitzt eine Kristallkugel
Wir sollten klarstellen, dass dies nicht bedeutet, dass der Bitcoin-Kurs nicht weiter fallen kann. In früheren Bärenmärkten stieg der Prozentsatz der im Verlust stehenden Bitcoins sogar noch etwas an, bevor der tatsächliche Boden erreicht wurde.
Jeder Analyst hat seine eigene Methode, um den Boden zu bestimmen. Letztlich bleibt es für alle ein Rätselraten, aber immer mehr Daten deuten darauf hin, dass das Schlimmste nun hinter uns liegt.
Russlands größte private Bank bietet unauffällig Kryptohandel an
Die Alfa-Bank, Russlands größte private Bank, ermöglicht erfahrenen Anlegern nun den Kauf von Bitcoin, Ethereum und Solana über die hauseigene App.
Warum der Börsengang von SK Hynix den Bitcoin-Kurs belasten könnte
Neue KI-Börsengänge ziehen Milliarden an. Warum dadurch vorübergehend weniger Kapital in Bitcoin und den Kryptomarkt fließen könnte.
Bitcoin fließt in großem Stil von Börsen ab – doch das Signal trügt
Das Analyseunternehmen Santiment wertet die niedrigen Börsenreserven als positives Langfristsignal, doch das Bild ist inzwischen verzerrt.
Meistgelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
KI-Prognose: So könnte sich XRP bis zum 31. Juli und im weiteren Jahr 2026 entwickeln
KI prognostiziert den XRP-Kurs für den 31. Juli 2026 und zeigt, welche Faktoren den Preis den Modellen zufolge in den kommenden Wochen bestimmen.
