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Präsident Donald Trump hat erneut seine Unterstützung für den Kryptosektor zum Ausdruck gebracht. Dies tat er in einem ausführlichen Beitrag auf Truth Social.
In seinem Beitrag attackierte Trump den ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler und das von ihm beschriebene „Anti-Krypto-Lager“. Laut dem Präsidenten hätten diese die amerikanische Kryptobranche beinahe zerstört, indem sie Innovation und Kryptounternehmen ins Ausland vertrieben.
Trump erklärte zudem, dass Amerika mittlerweile „die Krypto-Hauptstadt der Welt“ sei. Außerdem schrieb er, dass „Entwickler und Unternehmer zurück in die Vereinigten Staaten kommen, wo sie hingehören“.
Der Präsident versprach außerdem, dass seine Regierung an einer „zukunftssicheren“ Marktstruktur für digitale Vermögenswerte arbeite, die von „Krypto-Hatern“ nicht mehr rückgängig gemacht werden könne.
„Die neue Grenze der Finanzen wird in Amerika gebaut, und ‚TRUMP‘ wird Krypto niemals im Stich lassen“, schrieb er.
Trumps Aussagen stehen jedoch im Widerspruch zu den Leistungen des Kryptomarktes seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus. Seit seiner zweiten Amtseinführung am 20. Januar 2025 sind über 1 Billion Dollar an Marktwert aus dem Sektor verflogen.
Der Gesamtwert aller Kryptowährungen sank in diesem Zeitraum von 3,45 Billionen Dollar auf 2,44 Billionen Dollar. Auch der Bitcoin Kurs erlitt erhebliche Rückschläge. Bitcoin (BTC) fiel um 28,53 Prozent, von 102.573 Dollar auf 73.307 Dollar.

Dennoch vermittelt dieser Rückgang nicht das vollständige Bild. Im ersten Jahr von Trumps zweiter Amtszeit erlebte der Markt vielmehr eine explosive Rallye. Bitcoin erreichte ein neues Allzeithoch von fast 125.000 Dollar, während der gesamte Kryptomarkt auf etwa 4,15 Billionen Dollar anstieg.
Auf politischer Ebene hat sich Trump durchaus als einer der kryptofreundlichsten Präsidenten aller Zeiten positioniert. Seine Regierung arbeitet an umfassenden Vorschriften für den Sektor und versucht, die Vereinigten Staaten für Krypto-Unternehmen attraktiver zu machen.
So verabschiedete der Senatsausschuss für Bankwesen Anfang dieses Monats den Clarity Act. Auch zog die SEC mehrere Untersuchungen und Gerichtsverfahren gegen Krypto-Unternehmen zurück.
Dennoch ist die Regulierung noch lange nicht abgeschlossen. Die Anfang 2026 vorgestellten Vorschläge sorgten sofort für Uneinigkeit innerhalb der Branche. Unter anderem Charles Hoskinson von Cardano, Coinbase-Chef Brian Armstrong und Ripple-CEO Brad Garlinghouse äußerten Kritik an Teilen des Plans.
Trotz des positiven Tons gegenüber der Branche wird Trump auch aus der Krypto-Welt selbst weiterhin heftig kritisiert. Die Kontroverse begann bereits rund um seine Amtseinführung, als Mitglieder der Trump-Familie mehrere Memecoins auf den Markt brachten, die direkt mit ihrem Namen verknüpft waren.
Für viele Anleger verliefen diese Coins enttäuschend. Vor allem Händler, die rein spekulativ handeln oder ein digitales Sammlerstück besitzen wollten, stiegen ein. Kritiker behaupten, dass vor allem die Initiatoren kräftig daran verdient hätten.
Zudem wächst die Diskussion um Wettbörsen wie Polymarket, bei denen die Trump-Familie eng beteiligt sein soll. Solche Plattformen basieren größtenteils auf Krypto, werden von Gegnern jedoch als moderne Form des Glücksspiels angesehen.
Kritikern zufolge hat Trump damit einen doppelten Effekt auf die Branche. Einerseits sorgen lockere Regulierungsbehörden und die Akzeptanz durch institutionelle Anleger für Legitimität. Andererseits würden Memecoins und spekulative Plattformen dem Image der Kryptowährungen gerade schaden.
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