Ein Hacker, der früher diese Woche durch einen Angriff auf die dezentrale Exchange GMX Kryptowährungen im Wert von $40 Millionen erbeutete, hat begonnen, das gestohlene Geld zurückzuzahlen. Der Angreifer meldete über eine Onchain-Nachricht, dass er dem Aufruf des GMX-Teams folgt, die Gelder freiwillig zurückzugeben.
Der Angriff traf GMX v1, eine Handelsplattform für Krypto-Derivate, die auf dem Arbitrum-Netzwerk läuft. Der Hacker nutzte einen Designfehler aus, um Millionen an Krypto-Assets zu manipulieren und abzuzweigen.
$20 Millionen an Ethereum und FRAX bereits zurückgesendet
Kurz nach der Onchain-Nachricht begann der Angreifer mit der Rücksendung der Gelder. Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield berichtete, dass die Ethereum-Adresse des Hackers, bekannt als „GMX Exploiter 2“, bereits etwa $9 Millionen an Ethereum zurückgegeben hat.
Zusätzlich hat der Hacker in zwei Transaktionen weitere $10,5 Millionen an FRAX-Tokens zurückgegeben. Insgesamt wurden bis jetzt etwa $20 Millionen an Kryptowährungen an die offizielle GMX-Adresse zurückgezahlt.
GMX bietet White-Hat-Belohnung von $5 Millionen
Das GMX-Team reagierte auf den Angriff mit einem Aufruf zur Zusammenarbeit. In einer Onchain-Nachricht erkannte das Team die technischen Fähigkeiten des Hackers an und stellte eine White-Hat-Belohnung von $5 Millionen in Aussicht. Bedingung war, dass mindestens 90% des gestohlenen Betrags zurückgegeben werden.
„Du hast den Exploit erfolgreich ausgeführt. Deine Fähigkeiten sind für jeden klar sichtbar, der die Transaktionen studiert hat,“ so GMX. Das Team ließ wissen, dass der Belohnungsbetrag frei verwendbar ist, sobald die Gelder zurückgezahlt sind.
Drohung mit rechtlichen Schritten bei ausbleibender Rückzahlung
Obwohl das Team zur Zusammenarbeit bereit ist, machte GMX auch klar, dass rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen werden. In einer Onchain-Warnung gab das Team dem Hacker ein Ultimatum von 48 Stunden, um die verbleibenden Gelder zurückzugeben. Andernfalls würde GMX rechtliche Schritte einleiten.
Außerdem gab das Team an, dem Hacker dabei helfen zu können, die legitime Herkunft des Geldes nachzuweisen, sodass dessen Verwendung nicht zu zusätzlichen Risiken führen würde. Damit möchte GMX verhindern, dass die gestohlene Krypto auf unerwünschte Weise gehandelt wird.
Noch $20 Millionen nicht zurückgezahlt
Obwohl bereits die Hälfte des gestohlenen Betrags zurückgezahlt wurde, bleiben immer noch etwa $20 Millionen an nicht zurückgegebenen Krypto. Es ist noch unklar, ob der Hacker auch diesen Teil zurückgeben wird.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Kombination aus einer Millionenbelohnung und rechtlichem Druck ausreicht, um den vollen Schaden zu beheben.
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