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Der US-amerikanische Vermögensverwalter Franklin Templeton arbeitet an zwei bemerkenswerten Fonds, die Aktien mit Bitcoin (BTC) kombinieren. Die Fonds erhöhen automatisch die Bitcoin-Exposition, indem sie die empfangenen Dividenden reinvestieren. Anleger müssen somit nicht selbst zwischen Aktien und Kryptowährungen wählen.
Aus einem neuen Antrag geht hervor, dass Franklin Templeton die Fonds „Franklin US Equity Bitcoin DRIP Index ETF” und „Franklin US Innovation Bitcoin DRIP Index ETF” auflegen will. Die Fonds könnten bereits ab dem 1. September 2026 verfügbar sein, benötigen jedoch zunächst eine Genehmigung.
Der erste ETF folgt etwa fünfhundert großen US-Unternehmen. Der zweite konzentriert sich stärker auf innovative Unternehmen. Laut Antrag beginnen beide Fonds mit einer Aufteilung von 95 Prozent Aktien und 5 Prozent Bitcoin-Exposition.
Das Besondere liegt in der Verwendung der Dividenden. Anstatt die Ausschüttungen an die Anleger weiterzugeben oder in Aktien zu reinvestieren, nutzt der Fonds sie, um die Bitcoin-Exposition schrittweise zu erhöhen.
Dafür muss Franklin Templeton keinen Bitcoin direkt kaufen. Der Fonds kann die Position auch über bestehende Bitcoin-ETFs, Futures, Optionen oder andere Finanzprodukte aufbauen.
Um das Verhältnis zwischen BTC und Aktien stabil zu halten, wird der Bitcoin-Anteil alle drei Monate auf etwa 4,5 Prozent zurückgesetzt, sobald er die 5-Prozent-Marke übersteigt. Zwischen den Rebalancing-Terminen darf der Anteil durch Kursgewinne und Dividenden auf bis zu 20 Prozent steigen.
Der Antrag ist Teil der breiteren Krypto-Strategie des Unternehmens. So brachte das Unternehmen bereits im Januar 2024 den unter dem Ticker EZBC gehandelten Franklin Bitcoin ETF auf den Markt. Dieser Fonds bietet Anlegern Zugang zu Bitcoin, ohne dass sie die Kryptowährung selbst kaufen oder verwahren müssen.
Mit den neuen Fonds versucht der Vermögensverwalter, Bitcoin in eine traditionelle Anlagestrategie zu integrieren. Obwohl die Produkte eine Bitcoin-Exposition bieten, bleiben Aktien klar die Basis.
Dies könnte für Anleger interessant sein, die eine Bitcoin-Exposition wünschen, aber nicht vollständig von der Kursentwicklung der Kryptowährung abhängig sein möchten. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass ein sinkender Bitcoin-Kurs die Rendite des Aktienfonds unter Druck setzt.
Franklin Templeton ist zudem aktiv in der Tokenisierung von Fonds und anderen Blockchain-Produkten tätig. Die neuen Anträge zeigen, dass der Vermögensverwalter traditionelle Aktien, Dividenden und digitale Vermögenswerte zunehmend miteinander verknüpfen möchte.
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