Michael Egorov, Gründer der DeFi-Plattform Curve Finance, warnt, dass Hacker ihre Methoden verfeinern, indem sie koordinierte Angriffe auf mehrere Kryptoplattformen gleichzeitig durchführen. Dies macht es für Projekte innerhalb der Branche immer schwieriger, sich effektiv zu verteidigen.
Koordinierte Cyberangriffe auf DeFi-Plattformen
Laut Egorov sind Cyberangriffe auf DeFi-Projekte komplexer denn je. Anstatt sich auf nur eine Plattform zu konzentrieren, führen Hacker heutzutage simultane Angriffe auf mehrere Ziele durch. So fand im Mai ein Angriff über ein gekapertes Domain von Curve Finance statt, bei dem Benutzer auf eine bösartige Webseite umgeleitet wurden.
Der Angriff wurde erfolgreich durchgeführt, trotz der Verwendung von starken Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das Leck entstand, weil die Partei, die das Domain verwaltete, die Eigentumsrechte übertrug, ohne Curve darüber zu informieren. Dadurch erhielten Hacker Zugang zur Infrastruktur der Plattform.
Sicherheit scheitert trotz Vorsichtsmaßnahmen
Egorov weist darauf hin, dass traditionelle Sicherheitsmethoden, wie SMS-basierte 2FA, im Kryptosektor unzureichenden Schutz bieten. Transaktionen sind direkt und unwiderruflich, was bedeutet, dass Fehler oder Angriffe fast immer zu dauerhaftem Verlust führen.
Darüber hinaus akzeptieren einige Hacker heutzutage Zahlungen, um gezielt bestimmte Projekte anzugreifen. Das erhöht die Bedrohung für Entwickler und Investoren in der DeFi-Welt.
Code-Schwachstellen bleiben größtes Risiko
Die Warnung von Egorov folgt auf einen Bericht des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK, in dem festgestellt wird, dass Schwachstellen im Quellcode die häufigste Angriffsvektor darstellen. Insgesamt sollen dadurch bereits mehr als 229 Millionen Dollar an Mitteln verloren gegangen sein.
Laut Egorov entspricht die aktuelle Internetinfrastruktur einfach nicht den Anforderungen des Kryptosektors. Um das Vertrauen in DeFi zu erhalten, ist eine kontinuierliche Investition in robuste Sicherheitsmaßnahmen wesentlich.
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