Das Unternehmen hinter der größten Handelsplattform für Derivate plant möglicherweise nächsten Monat die Einführung von drei neuen Krypto-Futures. Derzeit wartet die CME Group noch auf die Genehmigung, aber bei rechtzeitiger Zustimmung würde das Gesamtangebot an Krypto-Futures von vier auf sieben Arten steigen.
Crypto-Futures werden wegen steigender Nachfrage erweitert
Auf der Derivateplattform können Händler bereits Futures für Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Ripple (XRP) erwerben. Geht es nach ihnen, steigt die Anzahl am 9. Februar auf sieben Arten mit der Aufnahme von Chainlink (LINK), Cardano (ADA) und Stellar (XLM).
Laut der Mitteilung von Donnerstag wird derzeit noch auf die Genehmigung für die Markteinführung gewartet. Mit der Erweiterung hofft die Plattform, geschickt auf die steigende Nachfrage nach zuverlässigen und regulierten Krypto-Futures zu reagieren.
CME ist kein Unbekannter in der Welt der digitalen Währungen. Ende 2017 gehörten sie zu den ersten Anbietern von Bitcoin-Futures. Inzwischen wächst dieses Angebot beständig weiter für die Kunden.
Was sind Derivate?
Krypto-Derivate sind derzeit sehr beliebt. Der Handel mit Optionen und Futures verzeichnete im vergangenen Jahr sogar ein Rekordhandelsvolumen. Der Durchschnitt der offenen Kontrakte, auch als ‚Open Interest‘ bekannt, betrug 313.900 mit einem gesamten zugrunde liegenden Wert von über 26 Milliarden Dollar. Laut der Krypto-Börse Coinbase werden Futures in diesem Jahr den Markt dominieren.
Es gibt verschiedene Arten von Derivaten. Die Grundlage ist dieselbe: Man kauft einen Vertrag, in dem man sich verpflichtet, einen Vermögenswert mit einem zugrunde liegenden Wert, wie Kryptowährungen, in Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Bei Futures ist man dazu verpflichtet, während es bei Optionen nicht der Fall ist.
Wenn man glaubt, dass der Preis eines Vermögenswerts steigen wird, kauft man eine Future. Verkauft man diese hingegen, wenn man erwartet, dass der Wert sinken wird.
Händler nutzen diese Handelsinstrumente sowohl zur Spekulation als auch zur Absicherung von Risiken in anderen Positionen.
Außerdem besteht die Möglichkeit, Hebel einzusetzen, wodurch mit mehr (geliehenem) Geld investiert werden kann. Dadurch können höhere Renditen erzielt werden, wobei jedoch auch das Risiko größerer Verluste besteht.
Die Einführung dieser neuen Produkte verleiht diesen Altcoins mehr Legitimität, zieht institutionelle Investoren an und erhöht die Liquidität. Dies könnte zu einer höheren Nachfrage und stabileren Preisbildung führen. Insgesamt ist es ein positives Signal für die ernsthafte Akzeptanz.
Zweiter Chainlink ETF gestartet
Die mögliche Einführung eines LINK-Futures ist erneut eine gute Nachricht für den Coin, nachdem am Mittwoch bereits bekannt wurde, dass der Krypto-Vermögensverwalter Bitwise einen eigenen Chainlink Exchange-Traded Fund (ETF) in den USA gestartet hat.
Damit wurde der Altcoin in kurzer Zeit bereits das zweite Fonds willkommen geheißen, da Grayscale Anfang Dezember schon das erste börsennotierte Fonds eingeführt hatte.
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