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Der Goldpreis ist heute um gut zwei Prozent gestiegen, nachdem neue Inflationsdaten aus den USA niedriger ausgefallen waren als erwartet. Anleger rechnen deshalb mit einer weniger aggressiven US-Notenbank. Zugleich stützen der schwächere Dollar und zunehmende geopolitische Spannungen die Nachfrage nach Gold.

Nach einem schwachen Start in den Handelstag drehte der Goldpreis rasch nach oben. Der Spotpreis stieg um gut zwei Prozent auf rund 4.084 Dollar je Unze, während Gold-Futures auf mehr als 4.090 Dollar zulegten.
Auslöser waren die jüngsten US-Inflationsdaten. Der Verbraucherpreisindex (CPI) fiel niedriger aus, als Ökonomen erwartet hatten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen vorerst unverändert lässt.
Niedrigere Zinsen gelten in der Regel als positiv für Gold. Das Edelmetall wirft keine laufenden Erträge ab und wird attraktiver, wenn Anleihen weniger Rendite bieten.
Auch der US-Dollar gab nach den Inflationsdaten nach. Da Gold weltweit in Dollar gehandelt wird, verbilligt sich der Kauf für Anleger außerhalb der USA. Das sorgte für zusätzlichen Kaufdruck.
Neben der Inflation spielt auch die geopolitische Lage weiterhin eine wichtige Rolle. Die Spannungen im Nahen Osten haben nach gegenseitigen militärischen Angriffen zwischen Iran und den USA erneut zugenommen. Dadurch stieg auch der Ölpreis auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen.
Nach Einschätzung des Rohstoffhändlers Tai Wong könnte die Kombination aus niedrigeren Zinserwartungen und geopolitischer Unsicherheit den Goldpreis in den kommenden Tagen weiter stützen.
Zugleich warnt er, dass ein steigender Ölpreis mittelfristig wieder für höhere Inflation sorgen könnte. Sollten die Notenbanken die Zinsen deshalb länger hoch halten müssen, könnte das den Anstieg des Goldpreises letztlich bremsen. Dennoch hält Wong kurzfristig einen Anstieg in Richtung 4.200 Dollar je Unze für möglich.
Unmittelbar nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten sprang der Goldpreis binnen kurzer Zeit um mehrere Dutzend Dollar nach oben. Auch im Stundenchart ist zu erkennen, dass Gold damit wieder über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 200 Stunden und 200 Tage liegt, Marken, die technische Analysten häufig genau beobachten.
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