Die Nacht war für Gold von hoher Volatilität geprägt und liefert interessante Einblicke in den Status des Edelmetalls. Zunächst stieg der Goldpreis auf 5.410 Dollar, ausgelöst durch einen Angriff auf die US-Botschaft. Diese Entwicklung war jedoch hauptsächlich spekulativ getrieben. Kurz darauf fiel der Goldkurs wieder, und der Fokus scheint sich auf andere Assets zu verlagern.
Ist Gold plötzlich kein sicherer Hafen mehr?
In den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren, hat Gold extrem stark performt und sich als ultimativer sicherer Hafen etabliert. Gegen Ende Januar wurde jedoch der vorläufige Rekordkurs von über 5.500 Dollar erreicht, gefolgt von einem scharfen Rückgang.
Inzwischen hat sich der Goldkurs leicht erholt, doch die aktuellen Kursbewegungen deuten auf eine gewisse Ermüdung hin. Es könnte gut sein, dass Gold Schwierigkeiten hat, erneut durchzubrechen und an Momentum verliert, da viele Händler mit dem aktuellen Kurs zufrieden sind und Gewinne mitnehmen.
Dies führt zu einer Kapitalrotation, die es anderen Assets ermöglicht, zu performen. Auffällig war gestern zum Beispiel, dass Bitcoin kurzzeitig stark reagierte, während Gold und Silber Schwierigkeiten hatten. Es besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin das Momentum von Gold übernimmt.
Vorläufig scheint sich der Fokus des institutionellen Kapitals jedoch auf den US-Dollar zu richten, der für viele weiterhin die ultimative sichere Anlage bleibt.
US-Dollar als der ultimative sichere Hafen
Man kann viel über den US-Dollar und die Schuldensituation der US-Regierung sagen. Dennoch behält die Weltreservewährung eine bedeutende Position im globalen Finanzsystem.
Der Großteil der weltweiten Schulden ist in US-Dollar denominiert. Dadurch besteht allein schon eine hohe Nachfrage nach Dollars, da diese Schulden und Zinszahlungen in Dollars beglichen werden müssen.
Eine größere weltweite Dollarschuld bedeutet also, dass stets Nachfrage nach Dollars besteht. Dies sorgt ebenfalls für ein gewisses Maß an Sicherheit und Stabilität. Da Gold nun ins Stocken gerät, könnte der US-Dollar einen Teil dieser Rolle übernehmen.
Auch die Schließung der Straße von Hormus trägt dazu bei, dass der Ölpreis steigt, was den Inflationsdruck hoch hält und die US-Zentralbank daran hindert, die Zinsen zu senken. Dadurch bleiben die Zinsen hoch, und der Dollar wird attraktiver im Vergleich zu Gold, das natürlich keine Zinsen zahlt.
Supertanker mit 80 Millionen Barrel Öl bereit zur Durchquerung der Straße von Hormus
Supertanker mit fast 80 Millionen Barrel Öl stehen bereit, die Straße von Hormus zu passieren, sobald Händler das grüne Licht geben.
USA befürchten, dass China über fortschrittlichste Chipmaschine von ASML verfügt
Die USA äußerten bei ASML die Sorge, dass eine der fortschrittlichsten Chipmaschinen nach China gelangt sein könnte. ASML weist dies entschieden zurück.
Börsen unter Druck: Zweifel an Iran-Deal bedrohen Rekorde
Die asiatische Chip-Rally stockt wegen Unsicherheiten um den Iran-Deal, während auch die amerikanischen Börsen-Futures im Minus sind.
Meist gelesen
Kann der XRP-Kurs auf 10.000 Dollar steigen? Das sagt ein Analyst
Wird der Wert von XRP durch Spekulation oder echten Einsatz bestimmt? Analyst Eri erklärt, wie kollektives Vertrauen den Kurs beeinflusst.
XRP-Investoren verkaufen verstärkt mit Verlust – ein positives Zeichen
XRP-Investoren verkaufen zunehmend mit Verlust, ein Signal, das laut On-Chain-Daten häufig in der Nähe von Tiefpunkten auftritt.
Analyst sieht bedeutendes Signal für XRP: ‚Ein Gigapump steht bevor‘
Ein Analyst prognostiziert einen bedeutenden Kursanstieg für XRP und verweist auf eine wichtige Unterstützungsmarke. Es handelt sich jedoch um eine spekulative Einschätzung.
