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Bitcoin steht erneut unter Druck im Vergleich zu Gold. Jüngste Zahlen zeigen, dass Anleger in den letzten Wochen mehr Geld in Goldfonds investierten, während Kapital aus Bitcoin (BTC) ETFs abgezogen wurde. Damit ist ein wichtiger Trend zwischen Bitcoin und Gold unterbrochen worden.

Technisches Signal deutet auf Marktumschwung hin

Das zeigt sich unter anderem in der sogenannten BTC/Gold-Ratio. Dieses Verhältnis vergleicht den Wert eines Bitcoin mit einer Unze Gold und offenbart, welches der beiden Anlageobjekte bei den Anlegern gerade beliebter ist.

BTC/goud-ratio breekt onder stijgende trendlijn terwijl Bitcoin terrein verliest tegenover goud sinds piek in mei.
BTC/Gold-Verhältnis durchbricht steigende Trendlinie (Quelle: Tradingview)

Seit Anfang März befand sich Bitcoin deutlich im Aufwind gegenüber Gold. Die Ratio stieg in kurzer Zeit von etwa 12 auf 18 Punkte. Besonders in Zeiten der Unruhen rund um den Iran und steigender Ölpreise entschieden sich viele Anleger temporär für Bitcoin als Alternative zu Gold.

Doch dieser Trend scheint nun zu kippen, da der Aufwärtstrend der letzten drei Monate durchbrochen wurde. In der technischen Analyse wird eine solche Bewegung oft als wichtiges Zeichen gesehen, dass das Momentum sich verschiebt – in diesem Fall also von Bitcoin hin zu Gold.

Anleger ziehen sich massenhaft aus Bitcoin ETFs zurück

Der Kontext ist entscheidend, um dies zu verstehen. Als im Februar der Konflikt mit Iran ausbrach und der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel stieg, suchten Anleger nach einem sicheren Hafen. Ein Teil entschied sich für Bitcoin, was die steigende BTC/Gold-Ratio widerspiegelte.

„Dieses Sentiment scheint sich mittlerweile zu ändern. Bitcoin ETFs verzeichneten innerhalb von zwei Wochen einen Abfluss von mehr als 2 Milliarden Dollar. Der Bitcoin Kurs geriet gestern weiter unter Druck, nachdem in BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) eine Verkaufsorder von etwa 1,3 Milliarden Dollar aufgetaucht war. Unterdessen sorgen steigende Renditen auf US-Staatsanleihen und die Erwartung, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen länger hoch halten wird, für Zurückhaltung bei den Anlegern.”

Bleiben die Zinsen hoch, sinkt häufig die Risikobereitschaft der Anleger. Das könnte Druck auf Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen ausüben.

Goldfonds ziehen erneut viel Kapital an

Gleichzeitig steigt das Interesse an Gold. Laut Zahlen von Reuters flossen in der Woche bis zum 20. Mai rund 2,34 Milliarden Dollar in Gold- und andere Edelmetallfonds. Damit verzeichneten diese Fonds die zweite Woche in Folge eine erhebliche Kapitalzufuhr.

Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin Kurs bei etwa 75.700 Dollar. Gold bleibt derweil stabil bei rund 4.500 Dollar pro Unze.

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