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In den Anfangstagen von Bitcoin (BTC) konnte man noch gemütlich auf dem Sofa mit dem Laptop Bitcoin-Belohnungen als Miner verdienen. Doch das Netzwerk ist mittlerweile so groß und umkämpft geworden, dass einzelne Miner kaum noch eine Chance haben. Doch am Donnerstag bewies ein Glückspilz, dass es nach wie vor möglich ist.
Der Miner war mit CKPool verbunden, einem Dienst, der es Einzelpersonen ermöglicht, alleine zu minen. Er fand Block 943.411 und erhielt für den Block Reward und die Transaktionsgebühren insgesamt 3,139 BTC, laut Daten des Blockexplorers mempool.space. Das entspricht derzeit einem Betrag von gut 182.000 Euro.
Bitcoin-Miner setzen Rechenleistung ein, um komplexe mathematische Rätsel zu lösen. Wer als Erster eine Lösung findet, darf einen neuen Block zur Blockchain hinzufügen und erhält dafür Bitcoins. So werden Transaktionen verarbeitet und neue Coins in Umlauf gebracht.
In den Anfangsjahren war das noch mit einem normalen Computer möglich, aber diese Zeiten sind längst vorbei. Die Rechenleistung nimmt automatisch zu, je mehr Kapazitäten hinzukommen. Heutzutage braucht man riesige Hallen voller spezialisierter Geräte, um noch ernsthaft mithalten zu können.
Deshalb bündeln die meisten Miner ihre Kräfte in sogenannten Mining-Pools. Gemeinsam löst man häufiger ein Rätsel, und die Belohnung wird fair aufgeteilt. Dennoch gibt es Miner, die bewusst allein bleiben. Sie überlassen keine Rechenleistung großen Akteuren, was der Dezentralität des Netzwerks zugutekommt, und im Falle eines Treffers erhalten sie die gesamte Belohnung.
In den letzten zwölf Monaten wurden nur zwanzig Blöcke von Solo-Minern gefunden. In zwölf Monaten werden etwa 52.560 Blöcke gemint (6 pro Stunde × 24 Stunden × 365 Tage). Wenn Solo-Miner davon 20 gefunden haben, entspricht das 20 von 52.560, also etwa 0,038 Prozent. Weniger als 4 von 10.000 Blöcken also.
Während dieser Glückspilz Erfolg hatte, kämpfen die großen börsennotierten Miner mit Problemen. Durch den gesunkenen Bitcoin-Kurs und steigende Energiekosten steht die Rentabilität stark unter Druck. Einige Unternehmen richten ihre Anlagen inzwischen auf künstliche Intelligenz aus, womit sich mehr verdienen lässt.
Die Folge: Miner verkaufen massenhaft Bitcoins, um sich über Wasser zu halten. Seit Oktober wurden schätzungsweise 42.000 bis 44.000 BTC verkauft. Riot Platforms allein verkaufte im ersten Quartal 2026 ganze 3.778 BTC für 289,5 Millionen Dollar. Und MARA Holdings setzte im März noch einen drauf, indem sie in drei Wochen 15.133 BTC für etwa 1,1 Milliarden Dollar veräußerten.
Der Schwierigkeitsgrad des Netzwerks nähert sich unterdessen Rekordhöhen. Vor Kurzem sank er um 7,7 Prozent, wodurch Solo-Miner kurzzeitig etwas bessere Chancen hatten, doch dieser Vorteil war nur von kurzer Dauer.
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