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Bitcoin (BTC) hat vergangene Woche den größten Kursrückgang seit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX Ende 2022 erfahren. Die digitale Währung erreichte den niedrigsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren, doch drei Diagramme deuten auf einen noch größeren Einbruch hin.
Das erste Warnsignal kommt vom Produktionskostenmodell. Dieses vergleicht den Bitcoin Kurs mit den durchschnittlichen Kosten für das Schürfen eines Coins.
Laut dem Modell von Charles Edwards von Capriole Investments liegt Bitcoin derzeit bei etwa 62.650 Dollar. Auf diesem Niveau arbeiten Miner im Durchschnitt kostendeckend.
Dieses Niveau galt stets als wichtige langfristige Unterstützung. In früheren Bärenmärkten fand Bitcoin oft starke Nachfrage, sobald der Kurs in die Zone zwischen Produktionskosten und niedrigeren Stromkosten fiel.
Laut der Grafik liegt die Untergrenze jetzt bei etwa 50.120 Dollar.
Mit anderen Worten: Bitcoin testet derzeit die Oberkante einer großen Unterstützungszone. Drücken Verkäufer den Kurs überzeugend unter die Produktionskosten, liegt die nächste große Unterstützung bei rund 50.000 Dollar.
Auch der Realized Price blinkt rot. Das ist der durchschnittliche Kaufpreis aller Bitcoin-Inhaber, der derzeit bei 53.600 Dollar liegt.
Historisch gesehen bildete Bitcoin nie einen großen Boden, ohne vorher unter diesen Realized Price zu sinken. 2011 fiel der Kurs 58 Prozent darunter, 2018 um 47 Prozent und 2022 um etwa 34 Prozent.
Ein Rückgang von 20 bis 30 Prozent unter den aktuellen Realized Price würde eine Bodenbildung zwischen 37.500 und 42.800 Dollar bedeuten. In dieser Zyklenphase fiel BTC noch an keinem einzigen Tag unter den Realized Price, im Vergleich zu 179 Tagen im Jahr 2022.
Die MVRV-Bänder von Glassnode weisen in dieselbe Richtung. MVRV steht für Market Value to Realized Value und zeigt, wie teuer oder günstig Bitcoin im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt erscheint.
Diese Bänder fungierten in der Vergangenheit als Magneten. In der Bärenmarktsituation 2022 fiel der Kurs durch das durchschnittliche Band und glitt langsam zu den unteren Zonen, bevor ein Boden erreicht wurde.
BTC ist nun bereits unter das unterste Bewertungsband von rund 72.035 Dollar gefallen. Der nächste Magnet liegt in der sogenannten Deep-Value-Zone bei rund 50.000 Dollar, in der Nähe des bereits erwähnten Realized Price.

Um einen weiteren Rückgang zu verhindern, muss Bitcoin in dieser Woche erneut seinen 200-Wochen-Durchschnitt verteidigen.
Vergangenen Freitag fiel der Bitcoin Kurs zum ersten Mal seit fast drei Jahren unter diese wichtige Linie, schloss die Woche jedoch letztlich oberhalb davon ab.
Nach einem Tief von 59.000 Dollar erholte sich Bitcoin auf fast 64.200 Dollar, fiel jedoch heute nach amerikanischen Angriffen auf den Iran erneut unter das Durchschnittsniveau. Sollte die Woche unter 62.000 Dollar abgeschlossen werden, erscheint die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir erneut neue Tiefs erreichen könnten.

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